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BaFin zieht Daumenschrauben bei Deutscher Bank an

Reuters

Die Finanzaufsicht BaFin zieht bei der Deutschen Bank die Daumenschrauben weiter an.

Wie der "Spiegel" am Freitag berichtete, wird das Mandat des von der Behörde eingesetzten Sonderbeauftragten bei dem Geldhaus um die Untersuchung der Korrespondenzbank-Beziehungen mit der Danske Bank erweitert. Damit reagiert die BaFin auf die Verstrickung des größten deutschen Instituts in den Geldwäscheskandal bei dem dänischen Geldhaus. Bislang hat die Deutsche Bank in dem Fall selbst intern ermittelt .

Die Bank erklärte, sie halte die Ausweitung des Mandats des Sonderbeauftragten grundsätzlich für sinnvoll. "Das war bereits im Dezember vergangenen Jahres unser Verständnis, da Aufsichtsbehörden weltweit ein sehr großes Interesse an den Vorgängen rund um die Danske Bank Estonia hatten und haben. Weiterhin gibt es keine Hinweise auf ein Fehlverhalten unsererseits in diesem Zusammenhang." Die Bafin lehnte einen Kommentar ab .

Die Filiale der Danske Bank in Estland steht im Zentrum des Geldwäsche-Skandals. Eine interne Untersuchung des Instituts hatte ergeben, dass der größte Teil der zwischen 2007 und 2015 über die dortige Niederlassung geflossenen Gelder von 200 Milliarden Euro (230 Milliarden Dollar) verdächtig gewesen sei. Die Deutsche Bank war jahrelang als Korrespondenzbank für die Danske Bank tätig. Laut internen Untersuchungen sind rund 150 Milliarden Euro über die Systeme der Deutschen Bank gelaufen.

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Die BaFin hatte Ende September einen Sonderbeauftragten bei der Deutschen Bank eingesetzt, der die Umsetzung der von der Aufsicht angeordneten Maßnahmen im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung überwachen soll. Es war das erste Mal, dass die BaFin einen solchen Schritt gegangen ist. Konkret beauftragt wurde die Unternehmensberatung KPMG, die aktuell auch der reguläre Wirtschaftsprüfer des Instituts ist.

Die Deutsche Bank sah sich zuletzt immer wieder dem Verdacht ausgesetzt, sie agiere bei der Geldwäscheprävention zu lax. Erst im November hatten Polizei und Staatsanwälte zwei Tage lang die Zentrale des Instituts im Frankfurter Westend durchsucht - dabei ging es aber nicht um den Danske-Fall, sondern um die sogenannten "Panama-Papers". Das Institut steht auf dem Standpunkt, dass es nichts falsch gemacht hat und als Korrespondenzbank die Kunden der Danske Bank auch nicht so intensiv durchleuchten musste wie die eigenen Kunden. Das Geldhaus hat nach Angaben von Rechtsvorstand Karl von Rohr bislang keine Rückstellungen für mögliche Strafen gebildet. Sie hat zudem in den vergangenen Jahren ihr Korrespondenzbank-Geschäft massiv zurückgefahren.

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