Banken rüsten sich für Turbulenzen nach US-Wahl

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Der Brexit war ein warnendes Beispiel. Sollte die Märkte nach der US-Wahl in Turbulenzen geraten, wollen die großen US-Banken vorbereitet sein.

Banken rüsten sich für Turbulenzen nach US-Wahl

Die Großbanken der Wall Street bereiten sich auf mögliche Finanzmarktturbulenzen in Folge der US-Präsidentschaftswahl vor. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, halten Geldhäuser wie Morgan Stanley, JPMorgan Chase oder Goldman Sachs ähnliche Marktreaktionen wie nach dem Brexit-Referendum im Juni vor möglich. Nachdem eine knappe Mehrheit der Briten überraschend für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt hatte, waren Schockwelle durch die Märkte gejagt.

Am Tag nach dem Brexit-Referendum brach der wichtige US-Index S&P 500 um 3,6 Prozent ein. Am deutschen Aktienmarkt rutschten die Kurse noch stärker ab, der Dax verlor 6,8 Prozent. In einer ersten Reaktion auf das Votum der Briten für den EU-Ausstieg war der deutsche Leitindex sogar um rund 10 Prozent eingebrochen. Solch massive Verluste hatte es zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gegeben.

Ein Wahlsieg des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump könnte für noch heftigere Turbulenzen an den Finanzmärkten sorgen. Das zumindest befürchten zahlreiche Anleger und Analysten. Die Investmentbank Barclays rechnet für den Fall eines Trump-Sieges mit einem Absturz des S&P 500 zwischen 11 und 14 Prozent. Nicht ganz so pessimistisch urteilen die Experten der Citigroup. Sie halten einen Einbruch des S&P-500 von immehrin noch drei bis fünf Prozent für möglich.

Die großen Banken der Wall Street wollen daher nach eigenen Angaben unmittelbar nach der Wahl Kundenberatungen anbieten und so Unsicherheiten abfedern. Bei Morgan Stanley sollen Händler zudem sogenannte Stop-Loss-Order prüfen, sollte es zu heftigen Kursausschlägen als Reaktion auf die Wahlergebnisse kommen. Das geht laut Reuters aus einem internen Papier der Bank hervor.

JPMorgan hält zudem in der Nacht zu Mittwoch in New York zusätzliche Händler bereit, sagt ein Sprecher der Bank. Sie sollen die Teams in Asien unterstützen, sollten die Handelsvolumina in die Höhe schießen. Von ähnlichen Plänen berichtete eine Citigroup-Sprecherin. Die asiatischen Märkte werden die ersten sein, die auf der Basis der Wahlergebnisse ihren Handel eröffnen.

OnVista/Reuters
Foto: Ken Wolter/shutterstock.com

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