Für einen optimalen Ausdruck erlauben Sie bitte den Druck von Hintergrundfarben und -bildern

Barcelona oder Madrid – Hauptsache Spanien

COMMERZBANK

EUR: Der spanische Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien hat die Märkte bisher nicht übermäßig nervös gemacht. Trotzdem drehen sich die meisten Fragen unserer Kunden derzeit um Katalonien. Damit wird schon deutlich: Auch wenn der Euro bisher unter den dortigen Spannungen nicht messbar gelitten hat, muss die dortige Lage zumindest als Risiko für die Gemeinschaftswährung eingestuft werden. Denn Eines ist klar: Sollte die Lage dort (widererwartend) wirklich eskalieren, dürfte das erneut die Frage nach möglichen Konstruktionsfehlern des Euro befeuern. Eine erfolgreiche Vermittlung Brüssels hingegen, würde offensichtlich machen, dass die europäische Einigung (und damit letztlich auch der Euro) weit mehr ist als ein ökonomisches Projekt. Der Markt kümmert sich um solche größeren Fragen derzeit aber noch nicht. Mit mehr als mit einer (sehr) moderaten Belastung des Euro durch die Geschehnisse in Barcelona/Madrid ist derzeit nicht zu rechnen. Als Ausländer kann man eh kaum verstehen, worum es den Katalanen wirklich geht, oder warum Madrid so heftig reagiert. In Abwandlung einer alten Fußballweisheit gilt für mich: Barcelona oder Madrid - Hauptsache Spanien!

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV33R5CV33R5 Bull EUR/USD Hebel: 11,4
CV33RGCV33RG Bear EUR/USD Hebel: 9,5

USD: Selten lagen die Schätzungen für den US-Arbeitsmarktbericht so weit auseinander wie heute. Von einem Abbau von 45 Tsd. Stellen bis zu einem Plus von 150 Tsd. ist so ziemlich alles dabei. Eigentlich sprächen die Beschäftigungskomponenten des ISM für einen soliden September-Bericht. Wenn eben der Wirbelsturm nicht gewesen wäre. Dieser hat die Beschäftigung zweifelsohne belastet, bleibt nur die Frage, wie stark dieser Effekt in den Daten sichtbar wird. Für den Devisenmarkt sinkt damit die Aussagekraft der heutigen Daten weiter. Denn es ist klar, dass die Fed diese Daten ebenfalls kaum stärker gewichten wird, wenn es darum geht zu entscheiden, wie es mit den Zinsen weitergehen soll. Dass unsere US-Ökonomen mit einer Schätzung von +100 Tsd. heute etwas über dem (allerdings wenig robusten) Median von 80 Tsd. liegen, ist da eher eine akademische Übung.Woran sich die Fed orientiert, ist zuletzt auch zunehmend verschwommen. Obwohl sie die niedrige Inflationsrate nicht erklären kann, hat sie bereits begonnen, vorsichtig die Zinsen anzuheben. Und zumindest so viel lässt sich schon feststellen: Deflationäre Effekte hat diese Entscheidung nicht mit sich gebracht. Weder die Inflationsrate noch die Inflationserwartungen haben unter den Zinserhöhungen gelitten. Ob die Fed diesen (aus ihrer Sicht) erfolgreichen Kurs fortsetzt oder das Tempo sogar noch etwas erhöht, hängt sicherlich auch mit der Wahl des neuen Fed-Chefs zusammen. Dabei wird die Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump das FOMC weitgehend neu gestalten kann, meist als Argument dafür verwendet, dass es taubenhafter ausfallen dürfte, die neuen Mitglieder von Trump also so ausgewählt werden, dass sie eher zu niedrigen Zinsen neigen. Man sollte aber auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Trump eventuell einen Kandidaten auswählt, der eher einer restriktiveren Geldpolitik zuneigt, um dem Kongress Zugeständnisse bei der Steuerreform abzuringen. Aus Trumps Sicht kann das durchaus Sinn machen, denn für ihn ist ein kurzfristiger Erfolg in Sachen Steuerreform sicherlich attraktiver, als der eher abstrakte Ausblick auf niedrige Zinsen. Für den USD wäre ein solches Szenario übrigens doppelt positiv. Der Greenback würde nicht nur von einer aggressiveren Fed, sondern auch von einem US-Präsidenten profitieren, der erstmals in seiner Amtszeit Handlungsfähigkeit bewiesen hätte.

CAD: Wie oft haben wir in den letzten Monaten an dieser Stelle geschrieben, dass Makrodaten die Wechselkurse immer weniger bewegen. Und dann gestern diese Bewegung in USD-CAD. Nach Veröffentlichung der enttäuschenden Handelsbilanzdaten (Defizit im August bei 3,4 Mrd. CAD, Erwartung: -2,6 Mrd.) schoss USD-CAD regelrecht nach oben und konnte diese Gewinne sogar verteidigen. Warum also plötzlich eine so spürbare Abwertung, obwohl Handelsbilanzdaten ja eigentlich nicht die großen Market Mover sind. Eine Erklärung liegt sicherlich darin, dass sich neben uns wohl auch schon viele Marktteilnehmer gefragt haben, warum die Bank of Canada bereits zweimal in diesem Jahr überraschend die Zinsen erhöht hat und damit riskiert, dass der CAD stark aufwertet. Die dadurch ausgelöste CAD-Stärke - im Mai notierte das Währungspaar noch fast bei 1,38, hat bereits seit einiger Zeit eine Diskussion ausgelöst, wann der CAD der Notenbank wohl zu stark wäre. In einer solchen Situation, in der mit Argusaugen auf die Notenbank geschaut wird, reicht dann auch mal eine enttäuschende Zahl aus der zweiten Reihe, um eine Korrektur herbeizuführen. Durchaus zu Schwankungen könnte es in dem Währungspaar auch heute kommen. Denn es steht der Arbeitsmarktbericht für September auf der Agenda - in Kanada und den USA. Nun haben wir gestern gesehen, dass USD-CAD tendenziell zur Stärke neigt. Das Reaktionsmuster könnte also asymmetrisch ausfallen: CAD-Schwäche bei enttäuschenden Daten, kaum eine Reaktion bei guten Zahlen.

AUD: Erneuter Einbruch des Aussie! Gestern waren es die schwachen Daten zum Einzelhandelsumsatz, heute die Reaktion von RBA-Mitglied Ian Harper darauf. Mit Kursen um 0,7750 notiert AUD-USD damit gut eine Stelle niedriger als gestern vor den Zahlen. Am Geldmarkt wird nach den Äußerungen von Harper sogar eine kleine Chance auf eine Zinssenkung eingepreist. Eine solche hält Harper für möglich, sollte sich abzeichnen, dass der Konsum auf breiter Front an Schwung verliert. Dabei macht er sich auch Sorgen um das schwache Lohnwachstum, welches das Haushaltseinkommen schwächt. Auch wenn Harper das Wort „Zinssenkung“ nicht in den Mund genommen hat, hat der Markt doch verstanden, was er mit „some sort of policy action“ wohl gemeint hat. Die nun sicherlich aufkommende Diskussion über eine mögliche Zinssenkung dürfte den Aussie auch in den nächsten Tagen noch schwächen

Sind Sie der beste “Trader 2017”? Dann beweisen Sie es und gewinnen Sie einen Jaguar F-PACE!Die Commerzbank sucht den besten Trader 2017. Bereiten Sie sich im Online-Börsenspiel auf die Realität am Aktienmarkt vor und gewinnen Sie einen Jaguar F-PACE, wöchentlich 2.222 Euro und eins von acht iPhone 7. Bereits jetzt kostenfrei anmelden und viele Vorteile sichern.

Hier geht`s zur Anmeldung!

Kontakt bei Fragen und Anregungen

Bei Fragen zu unseren Produkten rufen Sie uns an unter 069 – 136 47845.

Oder schicken Sie uns eine E-Mail an zertifikate@commerzbank.com.

Rechtline Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise

Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen:Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

News-Archiv

weitere News
Stammdaten
Kontakt: Commerzbank
Corporates & Markets, EMC Public Distribution
Mainzer Landstrasse 153
60327 Frankfurt am Main
E-Mail: zertifikate@commerzbank.com
Info-Telefon: 069 136 47845
Kontakt-Fax: 069 136 47595
Internet: www.zertifikate.commerzbank.de
Reuters: COBA

Kurs zu S&P/TSX COMPOSITE Index

  • 16.103,51 Pkt.
  • +0,04%
11.12.2017, 22:16, außerbörslich

Weitere Werte aus dem Artikel

Dow Jones 24.386,03 Pkt.+0,23%
IBEX 10.306,90 Pkt.-0,13%