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Bayer - Monsanto-Kritikerlisten waren nicht illegal

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Die geheimen Kritikerlisten von Monsanto sind nach Angaben von Bayer nicht rechtswidrig gewesen.

Eine Auswertung von mehr als 25.000 Dokumenten durch die von Bayer beauftragte Kanzlei Sidley Austin habe ergeben, dass es auf den Listen keine "sensiblen Daten" gebe, teilte der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern am Donnerstag mit. Es seien keine Beweise gefunden worden, dass diese illegal waren. Vielmehr stammten die Inhalte hauptsächlich aus öffentlich zugänglichen Informationen wie Presseartikeln oder Social-Media-Accounts. Auf den Listen hätten knapp 1500 Personen aus mehreren europäischen Ländern gestanden, darunter 202 aus Deutschland.

Bayer hatte den US-Saatgutriesen Monsanto im vergangenen Sommer für 63 Milliarden Dollar übernommen. Das Unternehmen sieht sich deshalb nicht nur mit etwa 18.400 Klägern wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des von Monsanto entwickelten Unkrautvernichters Glyphosat konfrontiert. Für Wirbel hatten auch die Kritikerlisten gesorgt, die im Mai publik geworden waren. Diese hatte Monsanto von der PR-Agentur Fleishman Hillard im Rahmen der Wiederzulassung von Glyphosat in der EU erstellen lassen. Sie umfassten vor allem Personen, die für diesen Prozess relevant waren und die positiv hinsichtlich Glyphosat beeinflusst werden sollten. Bayer hatte das Vorgehen kritisiert und Aufklärung versprochen.

Es stehe zwar außer Frage, dass die Listen "detailliert, methodisch und darauf ausgerichtet waren, Monsantos Positionen gegenüber Interessengruppen und der Öffentlichkeit deutlich zu vertreten", hieß es nun in dem Abschlussbericht von Sidley Austin. Es seien aber keine Nachweise für die Vorwürfe gefunden worden, dass etwa Hobbys, Freizeitaktivitäten oder andere persönliche Interessen dokumentiert wurden. Bayer sehe auf Basis des Berichts keine Verstöße gegen damals geltendes Recht oder interne Dienstanweisungen von Monsanto. Die erfassten Personen seien inzwischen alle informiert wurden. Eine Liste mit deutschen Journalisten liege nur anonymisiert vor.

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