Bayer stellt Zulassungsanträge für Herzmittel Vericiguat - Analysten vorsichtig

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will seinen Hoffnungsträger Vericiguat gegen Herzinsuffizienz in der Europäischen Union und in Japan auf den Markt bringen. Entsprechende Zulassunganträge seien bei den Behörden eingereicht worden, wie der Dax-Konzern am Freitag in Berlin mitteilte.

Erst jüngst hatte Bayer detaillierte Studiendaten für den gemeinsam mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co entwickelten Medikamentenkandidaten bei Patienten mit sich verschlechternder chronischer Herzinsuffizienz vorgestellt. Die hatten erneut gezeigt, dass das Mittel bei Patienten mit sich verschlechternder chronischer Herzinsuffizienz das Risiko eines kardiovaskulären Todes oder einer Krankenhauseinweisung verringert im Vergleich zu einem Placebo in Kombination mit verfügbaren Medikamenten.

"Die Studienergebnisse eröffnen neue Möglichkeiten für die Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz. In Zusammenarbeit mit den Zulassungsbehörden hoffen wir, diese Therapie so bald wie möglich auf den Markt bringen zu können", sagte Pharma-Entwicklungschef Jörg Möller laut Mitteilung.

Analysten hatten allerdings zuletzt teils zurückhaltend auf die Ende März vorgestellten Daten reagiert. Richard Vosser von der Bank JPMorgan hatten Ende März von einer geringer als gedachten Effektivität gesprochen, was das kommerzielle Potenzial im hart umkämpften Markt dämpfen könnte.

Experte Wimal Kapadia vom US-Analysehaus Bernstein Research sah laut einer Ende Mai veröffentlichten Studie Vericiguat trotz "Ergebnissen die ok sind und eines offenbar sehr sicheren Profils" ebenfalls in einem harten Wettbewerb. Er sah möglichen Konkurrenzdruck insbesondere durch sogenannte SGLT-2-Hemmer, die etwa gegen Diabetes eingesetzt werden, günstig seien und in Studien auch Vorteile im Ringen mit Herzinsuffizienz gezeigt hätten. Vor diesem Hintergrund erwartete Kapadia für Vericiguat eine Marktdurchdringung von weniger als 10 Prozent und einen Spitzenumsatz von 800 Millionen US-Dollar (710 Mio Euro) insgesamt für Bayer und Merck & Co./mis/jha/

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