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Bayerns Wirtschaft drängt auf 3. Startbahn am Münchner Flughafen

Reuters

München (Reuters) - Bayerns Wirtschaft will den Bau der dritten Startbahn am Münchner Flughafen auch gegen den Willen der Bevölkerung umgesetzt wissen.

"Die dritte Startbahn muss kommen, damit sich der Münchner Flughafen und damit Bayern strategisch und zukunftsgerecht weiterentwickeln können", sagte Alfred Gaffal, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), am Freitag. Eine Entscheidung des Freistaats müsse möglichst bald her, damit rechtzeitig mit dem Ausbau begonnen werden könne. "Am besten sollte die Politik jetzt entscheiden. Die Themen müssen jetzt auf die politische Agenda, noch in diesem Jahr", ergänzte Gaffal. "Letztlich bleibt es eine Entscheidung des Staates, wie er seine Infrastruktur ausbaut."

Bisher liege die gesamte Bruttowertschöpfung des Flughafens im Erdinger Moos für Deutschland bei fünf Milliarden Euro, heißt es in einer Studie für den Verband. Sollte die dritte Startbahn nicht kommen und München seine Drehkreuzfunktion für den Luftverkehr einbüßen, würde der Wert mittelfristig um gut ein Fünftel absacken. Gut ein Viertel der 67.000 Arbeitsplätze am und um den Flughafen herum könnten verloren gehen. Sollte der Airport indes ausgebaut werden, könnte die Wertschöpfung im günstigsten Fall um ein Fünftel zunehmen, die Zahl der Arbeitsplätze um ein Viertel zulegen, erklärte Christian Helmenstein, der an der Studie beteiligt war.

Die Münchner hatten sich zuletzt 2012 in einem Bürgerentscheid mehrheitlich gegen einen Ausbau entschieden. Die Stadt als Mitgesellschafterin des Airports sieht sich weiter an das Votum gebunden, während sich Teile der Landesregierung für den Ausbau ausgesprochen haben. Der Flughafen besitzt eine rechtskräftige Baugenehmigung, der Widerstand in der Region nördlich der Landeshauptstadt ist allerdings massiv.

Ministerpräsident Horst Seehofer hält sich derzeit bedeckt zur Zukunft des Flughafens. Eine Entscheidung vor der Landtagswahl 2018 gilt im Freistaat als unwahrscheinlich, zumal sich die Zahl der Passagiere sowie der Starts und Landungen zuletzt unter den vorangegangen Prognosen lagen.

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Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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