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Bei einem sind die Marktbeobachter sich für 2020 einig: Die Volatilität wird steigen

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Bei einem sind die Marktbeobachter sich für 2020 einig: Die Volatilität wird steigen

Der Dax hat sich zum Wochenbeginn auf Tuchfühlung zu einem Rekordhoch gehalten. Im frühen Handel legte der deutsche Leitindex um 0,31 Prozent auf 13.524,82 Punkte zu. Damit ist der Höchststand von Anfang 2018 bei knapp 13.600 Zählern weiterhin in unmittelbarer Reichweite.  Im weiteren Handelsverlauf hat er sich jedoch wieder haarscharf unter die Grenze von 13.500 Punkten zurückgezogen, liegt jedoch immer noch 01 Prozent im Plus.

„Die Anleger lassen die neue Börsenwoche ruhig angehen. Für viele lautet das Motto: erst mal abwarten“, sagte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Milan Cutkovic vom Broker Axitrader schrieb in einem Marktkommentar: „Ein neues Hoch des Dax ist nur eine Frage der Zeit.“ Die Optimisten am Frankfurter Aktienmarkt behielten die Oberhand. Initialzündung für einen Dax-Rekord könne die Unterzeichnung eines Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China sein, die am Mittwoch erwartet wird.

Es wird spannend: Morgen startet die Berichtssaison

An der Wall Street war der Dow am Freitag zwar auf ein neues Rekordhoch jenseits von 29.000 Punkten gestiegen, anschließend jedoch ins Minus gedreht. „Morgen beginnt in den USA die Berichtssaison für das vierte Quartal 2019. Dann wird sich zeigen, ob die hohen Bewertungen am Aktienmarkt gerechtfertigt sind“, sagte QC-Partners-Analyst Altmann. Gerade angesichts der hohen Aktienkurse könnten verfehlte Gewinnziele schnell zu drastischen Kursverlusten führen. Am Dienstag legen mit JPMorgan, Wells Fargo und der Citigroup drei Großbanken Quartalszahlen vor.

Wahrscheinlich ist, dass die Berichte die weitere Richtung der Aktienmärkte für die nächsten Wochen vorgeben werden. Uneinigkeit herrscht bei den Analysten darüber, wie schlimm die Diskrepanz zwischen Unternehmensgewinnen und Kursentwicklung abgestraft werden wird. Laut Börsenveteran Hans A. Bernecker bleiben die US-Gewinnbewertungen zweifelhaft, eine extreme Überbewertung würde aber nicht bestehen. Eine Korrektur der erheblichen Gewinne aus dem letzten Jahr dürfte aber dennoch anstehen.

Hat der Markt noch viel Platz nach oben?

Analystin Amanda Agati von PNC Financial hat jüngst gegenüber dem Nachrichtendienst CNBC die Meinung vertreten, dass es unklug wäre zu diesem Zeitpunkt bereits Gewinne mitzunehmen. „Das Schlimmste, was Kunden und Anleger derzeit mit dem Markt machen können, ist, den Stecker zu ziehen und untergewichtete Aktien zu kaufen. Es ist noch Zeit auf der Uhr. Wir sind immer noch der Meinung, dass dieser Markt noch wachsen kann.“ Die kurzfristige Prognose der Analystin: Der Markt dürfte eine Pause einlegen, der Aufwärtstrend verlangsamt werden und die Fundamentaldaten wieder aufholen, darunter auch der Gewinnwachstum der Unternehmen. Für das Gesamtjahr dürfte die bullische Dynamik weitergehen, angetrieben durch die lockere Geldpolitik der FED. In der zweiten Jahreshälfte dürfte die Präsidentschaftswahl jedoch für Turbulenzen sorgen.

Analyst Byron Wien von Blackstone sieht ebenfalls für das Gesamtjahr einen weiteren Trend nach oben, angetrieben von der lockeren Zinspolitik, allerdings dürfte es keine „einfache Kreuzfahrt nach oben“ werden, sondern von Volatilität gezeichnet sein, mit „mehreren Marktkorrekturen“ im Bereich von mindestens 5 Prozent, wie er gegenüber dem Branchenportal MarketWatch verlauten lässt. Die Hauptleidtragenden dieser Rücksetzer sieht er in den Technologie-Riesen Apple, Microsoft und Co. Als Grund sieht er die wachsenden Bemühungen der US-Regierung, die großen Tech-Firmen zu regulieren - zudem würde es dafür mittlerweile breite Unterstützung aus dem amerikanischen Volk geben.

Laut Lance Roberts, Chief Investment Strategist bei RIA Advisors, sieht man an den Märkten eine „nahezu vertikale Preisbeschleunigung“, die ihn dazu veranlasst hat, Gewinne mitzunehmen, vor allem bei Werten wie Apple, Microsoft und generell aus dem Technologie-Sektor. Einen nahenden Crash würde  diese Entwicklung nicht bedeuten, jedoch deutet es aus Sicht des Analysten darauf hin, dass das Risiko-Ertrags-Verhältnis kurzfristig nicht zugunsten der Bullen ausfällt.

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Bei einer Sache sind sich die Experten einig

Uneinigkeit herrscht darüber, wie viel Platz nach oben der Bullenmarkt noch aufweist und ob die wachsende Lücke zwischen Kursgewinnen und tatsächlichen Gewinnentwicklungen der Unternehmen durch die nachlassenden Spannungen der Konjunktur wieder aufgeholt werden, oder ob die Wirtschaft weiter schwächelt.

Einig sind sich die meisten, dass es 2020 nicht zu einer kompletten Talfahrt kommen wird, jedoch: Die meisten Marktbeobachter sehen eine stark anziehende Volatilität für das laufende Jahr, vor allem die zweite Jahreshälfte mit den anstehenden US-Wahlen gilt als sicher volatil. Die Spannungen in Nahost dürften ein unberechenbarer Volatilitätsfaktor bleiben und der Handelsstreit befindet sich zwar momentan in einer versönlichen Phase, ist jedoch um Großen und Ganzen immer noch nicht gelöst und bietet ebenfalls Potenzial für weitere Turbulenten an den Märkten.

onvista-Redaktion/dpa-AFX

Titelfoto: Rabbitti / Shutterstock.com

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