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Beyond Meat: Aktie rauscht nach Zahlen zweistellig ab ++ Lufthansa: Preiskampf drückt komplettes Jahr auf die Zahlen ++ HeidelbergCement: Gewinn fällt um 43 Prozent ++ Fresenius: Prognose wird angehoben

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Beyond Meat: Aktie rauscht nach Zahlen zweistellig ab ++ Lufthansa: Preiskampf drückt komplettes Jahr auf die Zahlen ++ HeidelbergCement: Gewinn fällt um 43 Prozent ++ Fresenius: Prognose wird angehoben

Wie bereits angekündigt, geht es heute ordentlich zur Sache. Montag Abend gab es die Zahlen von Beyond Meat und eine Gewinnwarnung von Schaeffler. Heute öffnen gleich 5 Dax-Konzerne ihre Bücher und am Abend ist noch Apple mit seiner Bilanz an der Reihe. Zudem gibt es in den hinteren Reihen auch einiges an Zahlenwerk, dass durchaus beachtet werden sollten. Die Anleger müssen daher heute wieder eine ganze Flut an Zahlen verarbeiten.

Lufthansa: 2019 wird ein schwieriges Jahr

Der Preiskampf im Europageschäft und die gestiegenen Kerosinpreise haben der Lufthansa im zweiten Quartal wie erwartet einen deutlichen Gewinneinbruch eingebrockt. Obwohl der Umsatz mit 9,6 Milliarden Euro rund vier Prozent höher ausfiel als ein Jahr zuvor, ging der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) um ein Viertel auf 754 Millionen Euro zurück, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Der Überschuss sackte wegen einer bereits angekündigten Steuerrückstellung sogar um 70 Prozent auf 226 Millionen Euro ab.

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„Wir erwarten dass der europäische Markt bis mindestens Ende 2019 weiter vom Preiskampf belastet bleibt“, teilte die Lufthansa mit. Vor allem in Deutschland und Österreich sei der Wettbewerb mit den expandierenden Billigfluggesellschaften hart. Die Lufthansa-Führung um Vorstandschef Carsten Spohr hatte bereits Mitte Juni ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr gekappt. Sie geht nun weiterhin von einem operativen Gewinn zwischen 2,0 und 2,4 Milliarden Euro aus. Ursprünglich hätten es 2,4 bis 3,0 Milliarden Euro werden sollen. Die Billigtochter Eurowings schreibt sogar weiter rote Zahlen und wird nun deutlich zurechtgestutzt.

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HeidelbergCement: Gewinn um 43 Prozent tiefer

Der Bauboom in Europa insbesondere in Deutschland hat beim Baustoffkonzern HeidelbergCement im ersten Halbjahr den Umsatz und das operative Ergebnis anschwellen lassen. Allerdings drückten Aufwendungen für den Verkauf von Geschäftsaktivitäten auf den Gewinn.

In den ersten sechs Monaten erhöhte sich der Umsatz vor allem dank besserer Geschäfte in Europa im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro, wie die im Dax notierte Gesellschaft am Dienstag in Heidelberg mitteilte. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekten lag das Plus bei 7 Prozent. Analysten waren allerdings von einem etwas stärkeren Anstieg ausgegangen.

Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) legte im ersten Halbjahr um gut ein Fünftel auf 1,45 Milliarden Euro zu. Das war etwas mehr als Analysten erwartet hatten. Dabei profitierte HeidelbergCement vor allem von der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16. Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallenden Gewinn von 212 Millionen Euro. Das war ein Rückgang von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ziele für das Gesamtjahr 2019 bestätigte das Unternehmen.

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Fresenius: Prognose wird angehoben

Der Gesundheitskonzern Fresenius SE hat die Umsatz- und Gewinnerwartungen im zweiten Quartal übertroffen und seine Ziele für das restliche Geschäftsjahr angehoben. Von April bis Juni legten die Umsätze um 8 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Währungsbereinigt betrug das Plus 6 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis lag bei 1,12 Milliarden Euro und damit 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich blieben mit 471 Millionen Euro ein Prozent mehr hängen als zuvor.

Der Mutterkonzern des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) traut sich nun angesichts der positiven Ergebnisse im zweiten Quartal aufs Jahr gesehen mehr zu. So sollen die Umsätze 2019 nun um 4 bis 7 Prozent steigen, zuvor waren noch 3 bis 6 Prozent angepeilt. Beim Konzernergebnis werden nach wie vor keine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Kurz & knapp:

FMC: Der Dialysespezialist hat die Umsatzerwartungen im zweiten Quartal unter anderem dank gut laufender Geschäfte mit Heimdialyseprodukten so gut wie erfüllt, beim Gewinn aber wieder Abstriche gemacht. Von April bis Juni legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 4,35 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Aus eigener Kraft belief sich das Plus dabei auf vier Prozent, inklusive Sondereffekte - wie etwa den Beitrag des jüngst übernommenen US-Konzerns NxStage - waren es sogar 8 Prozent.

Beim operativen Ergebnis sorgten starke Vergleichszahlen aus dem Vorjahr für einen Rückgang von 63 Prozent auf 521 Millionen Euro. Im Vorjahr waren FMC hier etwa Gewinne durch Verkäufe im Bereich Versorgungsmanagement zugeflossen. Unter dem Strich ging der Gewinn um drei Viertel auf 254 Millionen Euro zurück. Experten hatten mit einem etwas besseren Ergebnis gerechnet.

Den Ausblick bestätigte die Fresenius-Tochterdennoch: Für 2019 erwartet der Konzern weiterhin ein bereinigtes Umsatzwachstum zwischen 3 und 7 Prozent, während sich das bereinigte Ergebnis in einer Spanne von minus 2 bis plus 2 Prozent entwickeln soll. 2020 sollen Umsatz und Ergebnis zudem, jeweils bereinigt im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Effekte aus der Übernahme von NxStage rechnet FMC bei diesen Zielen raus.

Beyond Meat: Im zweiten Quartal nahm der Verlust, verglichen mit dem Vorjahreswert, um über ein Viertel auf 9,4 Millionen Dollar zu. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schaffte es bereits in die schwarzen Zahlen. Es lag dank einer deutlich erhöhten Gewinnspanne bei einem Plus von 6,9 Millionen Dollar. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um satte 287 Prozent auf 67,3 Millionen Dollar (60,4 Millionen Euro) zu. Einen ausführlichen Bericht zu den Zahlen finden Sie hier >>>

Delivery Hero: Der Essenslieferant Delivery Hero wächst weiter kräftig. Zwischen April und Juni erlöste der Konzern 315 Millionen Euro, was einem Plus von 104 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum entspricht, wie das im MDax notierte am Dienstag in Berlin mitteilte. Dabei rechnet Delivery Hero den Verkauf des Geschäfts mit der Marke Foodora in Australien und Europa sowie der deutschen Lieferdienste heraus. Für das laufende Jahr bestätigte Östberg den Ausblick für einen um Sondereffekte bereinigten Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 370 bis 420 Millionen Euro. Das Geschäft in Europa soll in der zweiten Jahreshälfte die Gewinnschwelle erreichen. Beim Umsatz rechnen die Berliner weiter mit 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro.

Schaeffler: Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler schaut pessimistischer auf das Jahr 2019. Angesichts der Schwäche der globalen Automobilproduktion werde der SDax-Konzern die Prognose für den Umsatz und den Gewinn im Jahr 2019 senken, teilte Schaeffler am Montag in Herzogenaurach mit. Schaeffler rechnet für die globale Automobilproduktion im Jahr 2019 mit einem Rückgang von 4 Prozent. Am 19. Februar war man noch von einem Rückgang um 1 Prozent ausgegangen. Für das Jahr 2019 werde mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von minus 1 bis plus 1 Prozent (vorher plus 1 bis plus 3 Prozent) gerechnet. Die Marge auf den Betriebsgewinn (Ebit) vor Sondereffekten dürfte nur noch in Höhe von plus 7 bis plus 8 Prozent (vorher plus 8 bis plus 9 Prozent) liegen.

Von Markus Weingran/dpa-AFX

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Foto: Dmitry Birin / Shutterstock.com

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