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Bitcoin: China will das Mining von Kryptowährungen nun nicht mehr verbieten

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Bitcoin: China will das Mining von Kryptowährungen nun nicht mehr verbieten

Obwohl sie eine große Blockchain-Förderung angekündigt haben und die People´s Bank of China sogar an einer eigenen Digitalwährung arbeitet, die nächstes Jahr live gehen soll, war China in Vergangenheit gegenüber der Kryptowährung Bitcoin und anderen dezentral aufgebauten Coins immer eher negativ eingestellt. Im Jahr 2017 wurden sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs), bei denen Blockchain-Unternehmen ihre eigenen Token ausgeben, verboten und das Bitcoin-Mining war lange Zeit ebenfalls ein Dorn im Auge der Behörden. Es stand lange Zeit auf der Liste an Wirtschaftssektoren, die aus der chinesischen Wirtschaft ausgeschlossen werden sollen.

Mining nicht mehr auf der schwarzen Liste der chinesischen Regierung

Nun scheint es aber auch beim Mining einen Richtungswechsel zu geben: Wie mehrere US-Medien berichten, ist das Verbot von Mining-Unternehmen nun nicht mehr auf der Agenda der chinesischen Behörden, wie aus neuen offiziellen Dokumenten hervorgehen soll. Die Änderung erfolgte über eine neue Ausgabe des Leitfadens für die Anpassung der Industriestruktur in China, der Anfang 2020 in Kraft treten wird, die am Mittwoch von der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), eine hochrangige Wirtschaftsplanungsagentur des chinesischen Staatsrates, veröffentlicht wurde.

Aufgrund der günstigen Strompreise ist China seit langer Zeit ein Hotspot für das Mining-Geschäft und hat sich dort zu einer rentablen Industrie entwickelt. Canaan Creative, einer der größten Hersteller von Bitcoin-Mining-Rigs, soll zudem Ende dieses Monats einen Börsengang im Wert von 400 Millionen US-Dollar durchführen.

Klarere Vorschriften für Krypto-Börsen in Hongkong

Zusätzlich zu der entspannteren Haltung gegenüber dem Mining wurden zudem von der Securities and Futures Commission (SFC), der Finanzaufsichtsbehörde von Hongkong, klarere Vorschriften für den Krypto-Handel, bzw. für Anbieter in diesem Bereich auf den Weg gebracht. „Ein Plattformbetreiber sollte die KYC-Anforderungen erfüllen, die für ein lizenziertes Unternehmen gelten. Es sollte alle angemessenen Schritte unternehmen, um die wahre und vollständige Identität jedes Kunden sowie die finanzielle Situation, die Anlageerfahrung und die Anlageziele jedes Kunden festzustellen“, heißt es. Die Börsen dürfen zudem nicht mehr als 2 Prozent des Gesamtvermögens in Hot Wallets halten und alle Vermögenswerte müssen im Falle eines Hacks versichert sein.

Weiterhin hieß es: „Der SFC akzeptiert keine Lizenzanträge von Plattformen, die nur einen direkten Peer-to-Peer-Markt für Transaktionen von Anlegern bieten, die normalerweise die Kontrolle über ihr eigenes Vermögen behalten (seien es Fiat-Währungen oder virtuelle Vermögenswerte).“

Ein Kandidat, der die erste lizensierte Börse für den Handel von Kryptowährungen werden könnte, ist Huobi. Huobi ist eine in Singapur ansässige Kryptowährungsbörse. Das in China gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in Hongkong, Korea, Japan und den USA. Im August 2018 wurde es eine börsennotierte Hongkonger Firma.

Bitcoin-Preis reagiert kaum

Der Bitcoin selbst hat auf die Nachrichten kaum reagiert, obwohl die Mining-Industrie in China eine sehr relevante Größe für das Bitcoin-Ökosystem hat und auch die asiatischen Märkte einen der größten Umschlagsplätze für Kryptowährungen darstellen. Der BTC konnte heute im Verlauf des Tages kurzzeitig auf 9400 Dollar steigen und notiert momentan noch auf einem Wert von 9340 Dollar und damit mit einem Plus von 0,21 Prozent im Vergleich zum Vortageskurs.

Die jüngsten positiven Aussagen zur Blockchain-Technologie von Xi Jinping hatten Ende des letzten Monats mit dazu geführt, dass der Bitcoin-Preis wieder um mehrere tausend Dollar steigen konnte, weg von seinem Mehrmonatstief von 7400 Dollar, wieder hin in Richtung 10.000 Dollar.

Von Alexander Mayer

Titelfoto: Iaremenko Sergii / Shutterstock.com

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