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Bitcoin rutscht unter 10.000 Dollar - Handelsverbot droht

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Wie gewonnen, so zerronnen: Wegen der ungewissen Zukunft des Handels mit Krypto-Währungen setzte sich die rasante Talfahrt des Bitcoin-Kurses am Mittwoch ungebremst fort.

An der weltgrößten Börse Bitstamp fiel er unter die psychologisch wichtige 10.000er Marke und verlor fast 20 Prozent auf 9233 Dollar. Am Dienstag war die Cyber-Devise, die kurz vor Weihnachten noch etwa 20.000 Dollar gekostet hatte, zeitweise um mehr als ein Viertel eingebrochen. Nach Einschätzung der Analysten der Citigroup ist eine erneute Halbierung des Kurses auf 5605 Dollar nicht ausgeschlossen. "Das könnte sehr schnell passieren."

Der Gründer des Branchendienstes Cryptocompare, Charles Hyter, sprach von Panik am Markt. "Die Leute versuchen, um jeden Preis aus Krypto-Währungen auszusteigen." Auslöser des aktuellen Ausverkaufs seien Pläne einiger Staaten, den Handel mit Bitcoin & Co. einzudämmen, sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX. "Chinesische[nL8N1PA3M6] und südkoreanische[nL8N1P73UV] Regulierungsbehörden spielen derzeit mit dem Geduldsfaden der Anleger. Bis die Regierungen der asiatischen Cyberwährungshochburgen die Katze aus dem Sack lassen, dürfte noch Zeit verstreichen. Bis dahin stehen die Börsenampeln vorerst auf Rot."

Große Kursschwankungen sind bei Bitcoin nichts ungewöhnliches. So hatte sich der Kurs zum Jahreswechsel 2014/2015 binnen weniger Wochen mehr als halbiert - damals von etwa 430 auf 170 Dollar. Die erst vor rund einem Monat aufgelegten Terminkontrakte auf Bitcoin warfen Investoren am Mittwoch ebenfalls in hohem Bogen aus ihren Depots. Die Futures der Derivatebörsen CME und CBOE fielen um jeweils etwa 17 Prozent auf 9225 und 9200 Dollar.

BEHÖRDEN WOLLEN UNREGULIERTEN KRYPTO-MARKT BÄNDIGEN

Nach Einschätzung von Shuhei Fujise, dem Chef-Analysten des auf virtuelle Währungen spezialisierten Research-Hauses Alt Design, stehen den digitalen Talern schwere Wochen bevor. Bei dem G20-Gipfel im März könnten strengere Regeln für den Handel mit Krypto-Währungen Thema sein. Für Steven Englander, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Rafiki, ist der Markt an einem kritischen Punkt angelangt. "Kryptowährungsanleger müssen entscheiden, ob sie Bitcoin aufgeben, weil die Währung wegen ihrer technischen Beschränkungen von besseren Produkten verdrängt wird oder ob sie darauf setzen, dass Bitcoin trotzdem gedeihen kann."

Einer der Kritikpunkte an Bitcoin ist die rechen- und zeitintensive Verarbeitung von Transaktionen. Konkurrenten wie Ethereum oder Ripple punkten aber nicht nur mit höherer Geschwindigkeit. Ihre Software dient gleichzeitig als Technologie-Plattform, die mehr bietet als reinen Geld-Transfer. Dem Sog des fallenden Bitcoin-Preises könnten sich diese Krypto-Währungen dennoch nicht entziehen. Ethereum verbilligte sich laut dem Branchendienst CoinMarketCap.com am Mittwoch um 16 Prozent auf 904 Dollar. Der Ripple-Index, der den Preis der gleichnamigen Cyber-Devise widerspiegelt, brach zeitweise sogar um 35 Prozent ein. Am Dienstag hatte er rund 25 Prozent verloren. Damit notiert er aber immer noch fast fünf Mal so hoch wie Anfang Dezember.

Christopher Keshian, Mitgründer des auf Cyber-Devisen spezialisierten Dachfonds Apex, mahnte zur Besonnenheit. "Die Kursausschläge von Bitcoin und anderen Krypto-Währungen sind ein erwartbarer und wichtiger Teil der Reise zu einer ausgewachsenen Anlageklasse." Allen Schwankungen zum Trotz werde der Bitcoin-Kurs in den kommenden Monaten steigen.

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Expertenprofil
Reuters Geschäftsführer und Gründer immocation.de

Marco Lücke begann nach seinem Diplom in Wirtschaftsinformatik eine Karriere im Vertrieb zweier IT-Konzerne, wurde mit 28 Jahren Vertriebsleiter und entdeckte früh seine Leidenschaft, Dinge zu vereinfachen und sie vielen Menschen zugänglich zu machen.

Ihm wurde zu dieser Zeit klar, dass finanzielle Absicherung und Vermögensaufbau nur erfolgreich sein kann, wenn man sich selbst darum kümmert. Er arbeitete sich intensiv in das Thema Immobilien als Kapitalanlage ein. Parallel zu seinem Job begann er zusammen mit Stefan Loibl, Immobilien als Kapitalanlage zu kaufen und verfasste das Buch "immocation: Die Do-it-yourself-Rente." Eine Gebrauchsanleitung dafür, wie private Anleger sich mit dem Kauf kleiner vermieteter Wohnungen ihre eigene Rente erschaffen können.

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Stefan Loibl begann nach seinem Diplom in Wirtschaftsinformatik eine Karriere als Finanz-Controller und wurde mit 29 Jahren Finanzleiter bei einem Konzern in der Bau-Branche. Er entwickelte eine ausgeprägte Leidenschaft für Zahlen, Geldanlage und finanzielle Präzision.

Genau diese Leidenschaft half ihm, als er gemeinsam mit Marco Lücke begann, Immobilien als Kapitalanlage zu kaufen. Während dieser Zeit entwickelte er für den Ankauf von Immobilien auch ein Kalkulationstool, das mittlerweile eines der meist genutzten Werkzeuge für private Anleger ist.

Anfang 2017 gründeten die beiden immocation.de. Bereits tausende Kunden finden hier wertvolles Wissen und die passenden Werkzeuge, um eine Wohnung als funktionierende Kapitalanlage zu kaufen.

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