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Blatt - Thyssenkrupp will Klöckner übernehmen

Reuters

Düsseldorf/Frankfurt (Reuters) - Thyssenkrupp plant einem Medienbericht zufolge die Übernahme des Stahlhändlers Klöckner & Co.

Das berichtete das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf Branchenkreise. "Das Vorhaben ist sehr konkret und hat gute Chancen, umgesetzt zu werden", zitierte das Blatt eine Quelle im Umfeld der Verhandlungen. Thyssenkrupp wollte sich nicht dazu äußern. KlöCo war am Abend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Beide Seiten seien miteinander im Gespräch, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Ergebnis sei aber völlig offen. Ein mit der Strategie Thyssenkrupps vertrauter Insider sagte, Thyssenkrupp habe im Moment alle Hände voll zu tun, um den geplanten Börsengang der Aufzugssparte zu organisieren. Ein bevorstehender Deal mit KlöCo wäre daher sehr überraschend.

IMMER WIEDER SPEKULATIONEN - STAHLHANDEL ZERSPLITTERT

Spekulationen über ein Zusammengehen der Geschäfte beider Unternehmen gibt es seit Jahren. In der Vergangenheit hatte vor allem KlöCo-Chef Gisbert Rühl diese befeuert, indem er Interesse an Teilen der Stahlhandelssparte von Thyssenkrupp anmeldete. Konkrete Gespräche gebe es aber nicht. "Wir sind grundsätzlich bereit, bei der Konsolidierung der Thyssenkrupp-Sparte Materials Services eine Rolle zu spielen", hatte er erst Ende Juli gesagt. Thyssenkrupp wiederum hat sich offen für Partnerschaften der Sparte Materials Services gezeigt.

Der Stahlhandel ist zersplittert. Neben Produzenten wie Thyssenkrupp, Salzgitter und ArcelorMittal sind zahlreiche Mittelständler auf dem Markt. Eine Konsolidierung der Branche wird von vielen Experten erwartet.

Bei Thyssenkrupp und KlöCo wäre es allerdings ein Zusammengehen zweier schwächelnder Geschäfte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) der Stahlhandelssparte von Thyssenkrupp schrumpfte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf 119 Millionen Euro von 235 Millionen im Vorjahreszeitraum. KlöCo verbuchte im vergangenen Quartal einen Gewinneinbruch. Bei einem Umsatzrückgang um 100 Millionen auf 1,68 Milliarden Euro sank der operative Gewinn (Ebitda) auf 51 Millionen Euro. Rühl musste bereits zweimal seine Ergebnisprognose für 2019 nach unten schrauben. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns gleich seit Jahren einer Achterbahnfahrt.

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