BMW, Daimler und VW: Hyundai macht bei Wasserstoff-PKW ordentlich Dampf ++ Sony: Erster Blick auf die Playstation 5 ++ Dax: Heute ist Achterbahnfahrt angesagt!

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BMW, Daimler und VW: Hyundai macht bei Wasserstoff-PKW ordentlich Dampf ++ Sony: Erster Blick auf die Playstation 5 ++ Dax: Heute ist Achterbahnfahrt angesagt!

Nach dem steilen Vortagesrutsch zurück unter 12.000 Punkte ist der Dax am Freitag weiter gesunken. Hatte der Leitindex zu Wochenbeginn noch die runde Marke von 13 000 Punkten vor Augen, steht er nun mehr als 1.000 Punkte tiefer. Er verlor kurz nach der Eröffnung des Xetra-Handels am Freitag 1,03 Prozent auf 11.846,92 Punkte. Auf Wochensicht zeichnet sich damit ein Minus von 7,8 Prozent ab. Der Dax sei wieder in der Realität angekommen, hieß es am Markt. Aber so recht wollen sich die Bullen noch nicht mit der neuen Realität anfreunden. Viele Dax-Titel sind bereits vorbörslich Achterbahngefahren und haben die Vorzeichen stetig gewechselt. Diesem Trend schließt sich der Dax jetzt auch an und ist mittlerweile wieder ins Plus gedreht. Ob er den Tag in diesem Bereich beenden wird, bleibt abzuwarten. Die Nachrichtenlage ist jedenfalls heute sehr, sehr dünn.

Auslöser des Kurs-Einbruchs war eine düstere Wirtschaftsprognose der US-Notenbank Fed zur Wochenmitte. Hinzu kommt die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte verlor am Freitagmorgen 1,22 Prozent auf 25.202,37 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte 0,9 Prozent tiefer.

Knock-Outs zum DAX

Kurserwartung
DAX-Index wird steigen
DAX-Index wird fallen
Höhe des Hebels
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Deutsche Autobauer bei nächster Schlüsseltechnologie im Hintertreffen?

In Sachen Elektromobilität hecheln die BMW, Daimler und VW bereits Tesla hinterher. Bei Elektro- und Wasserstoffbrummis dürfte Nikola Corp. die Geschwindigkeit und Standards vorgeben und bei Wasserstoff könnten das deutsche Trio jetzt auch nur die Rücklichter asiatischer Autobauer sehen.

Der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai will die Kosten für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen in den kommenden Jahren deutlich senken. „Unser Ziel ist, im Jahr 2025 Pkw mit Brennstoffzellen zu bauen, die so viel kosten wie Elektrofahrzeuge mit Batterieantrieb“, sagte Saehoon Kim, Chef der Brennstoffzellensparte bei Hyundai, der Zeitung „Welt“. Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle sind bislang noch deutlich teurer als Elektroautos mit Batteriespeicher.

Die Steigerung der Produktion sei der entscheidende Hebel, um die Kosten zu senken. „Dieses Jahr planen wir den Bau von 13.000 Nexo und wollen die Fertigung von nun an jedes Jahr kontinuierlich steigern. Unser aktuelles Ziel für das Jahr 2030 ist, 500 000 Pkw mit Brennstoffzellen zu bauen“, sagte Kim. Der Hyundai Nexo ist derzeit neben dem Mirai des Konkurrenten Toyota der einzige Brennstoffzellen-Pkw mit einer wachsenden Serienfertigung.

Anders als die deutschen Automobilhersteller setzen Hyundai und Toyota auf einen kontinuierlichen Ausbau des Geschäftes mit diesen Fahrzeugen in den kommenden Jahren. „Die meisten europäischen Automobilhersteller sagen, die Brennstoffzelle sei eine Technologie für das kommende Jahrzehnt. Wir glauben, es ist eine Technologie für dieses Jahrzehnt“, sagte Kim.

Es habe mehr als zehn Jahre Zeit gekostet, dafür eine Lieferkette aufzubauen. „Für all diejenigen, die in diesem Prozess noch relativ am Anfang stehen, ist es natürlich ein nachvollziehbarer Rückschluss, die Brennstoffzelle sei eine Technologie erst für das nächste Jahrzehnt“, so Kim.

Zusammen mit Kia ist Hyundai der fünftgrößte Autohersteller weltweit. Der VW-Rivale hatte angekündigt, bis 2025 in die Gruppe der drei größten Hersteller von Batterien und Brennstoffzellenfahrzeugen aufzusteigen.

Autos mit Brennstoffzellen, in denen Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser reagiert und so die nötige Antriebsenergie liefert, gelten als Alternative zu reinen Elektroautos mit Batterieantrieb. Die Kosten für solche Fahrzeuge sind – auch wegen der noch sehr geringen Modellstückzahlen und Infrastruktur – aber bislang hoch. Außerdem ist die vorherige Aufspaltung von Wasser energieintensiv. Manche Beobachter sehen die Brennstoffzelle daher eher als Langfristlösung.

Sony: Playstation 5 auch ohne Laufwerk

Sonys nächste Spielekonsole Playstation 5 wird es erstmals auch in einer Version ohne Disc-Laufwerk nur zum Herunterladen der Spiele geben. Die „Digital Edition“ sieht dadurch auf ersten Bildern merklich schmaler aus als das Modell, das auch Spiele auf Blu-ray-Disc einlesen kann. Microsoft hatte im vergangenen Jahr bereits eine Variante seiner aktuellen Konsole Xbox One ohne Disc-Laufwerk eingeführt. Für die nächste Xbox Series X, die gegen die Playstation 5 antreten wird, wurden bisher keine solchen Pläne bekannt.

Die Konsolen beider Anbieter sollen nach bisherigen Plänen zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen. Die Corona-Krise scheint daran nichts geändert zu haben. Sony präsentierte in der Nacht zum Freitag erstmals auch das Aussehen der neuen Playstation. Sie ist zweifarbig, mit einem schwarzen Gehäusekern und einer gebogenen weißen Ummantelung drumherum. Die Xbox Series X kommt unterdessen wie ein Monolith daher. Die Preise wurden bisher nicht bekannt.

Sony stellt die Details zur Playstation 5 bisher häppchenweise vor. Zuletzt wurden im Frühjahr die technischen Daten vorgestellt. Die Konsole soll die hohe 8K-Bildauflösung für besonders scharfe Darstellung unterstützen und einen Flashspeicher aus eigener Entwicklung des Konzerns haben. Sony stellte am Donnerstag auch diverse Spieletitel für die PS5 vor. Darunter sind unter anderem ein neues Game der „Resident-Evil“-Reihe sowie „Grand Theft Auto V“.

Kurz & knapp:

Novo Nordisk: Der dänische Insulinspezialist baut sein Portfolio mit einer milliardenschweren Übernahme weiter aus. Das Unternehmen hat eine definitive Vereinbarung zum Kauf von Corvidia Therapeutics aus den USA unterzeichnet und zahlt in einem ersten Schritt 725 Millionen Dollar (rund 638 Mio Euro), wie Novo Nordisk am Donnerstag in Bagsvaerd mitteilte. Die gesamten Zahlungen an die bisherigen Corvidia-Aktionäre können sich auf bis zu 2,1 Milliarden Dollar (1,85 Mrd Euro) belaufen, sofern durch Novo Nordisk bestimmte Meilensteine erreicht werden. Corvidia mit Sitz in Waltham im US-Bundesstaat Massachusets war bisher im Portfoliobestand der schweizerischen Beteiligungsgesellschaft HBM Healthcare Investments.

Zoom: Die populäre Konferenz-Plattform hat eingeräumt, drei Videotreffen chinesischer Menschenrechtsaktivisten in den USA und Hongkong auf Druck der Regierung in Peking geblockt und die Konten der Gastgeber geschlossen zu haben. Das in San Jose in Kalifornien ansässige Unternehmen teilte am Freitag mit, die Konten seien inzwischen wieder aktiviert worden. Allerdings wird die Plattform nach eigener Darstellung auch in Zukunft den Anweisungen chinesischer Stellen über als „illegal“ betrachtete Aktivitäten folgen, gleichwohl Konten und Aktivitäten außerhalb Chinas nicht mehr beschränken. „Über die nächsten Tage“ werde eine Software entwickelt, die es ermöglichen solle, Teilnehmer nach ihrem jeweiligen Standort ausschließen zu können. „Das ermöglicht es uns, Forderungen lokaler Behörden zu erfüllen, wenn diese Aktivitäten auf unserer Plattform als illegal innerhalb ihrer Grenzen betrachten.“ Das Vorgehen hatte scharfe Kritik ausgelöst. Es betraf Gedenkveranstaltungen für die Opfer der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 in China.

Richmont: Der Luxusgüterkonzern und seine Personalchefin Sophie Guieysse gehen ab sofort getrennte Wege. Der Schritt hatte sich abgezeichnet. Richemont hatte vor einigen Tagen nach Medienberichten über Konflikte betreffend die Gehaltspolitik des Konzerns eine Überprüfung des Bereichs eingeleitet. Sophie Guieysse trete mit sofortiger Wirkung aus der Geschäftsleitung aus, teilte Richemont am Freitag in Genf mit. Sie werde sich an der kommenden Generalversammlung auch nicht mehr für die Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur Verfügung stellen. Guieysse wurde im Jahr 2017 zur Leiterin Group Human Resources ernannt. Zu den Gründen des abrupten Abgangs äußerte sich Richemont in der Mitteilung nicht. Der Abgang kommt allerdings nicht überraschend, schließlich hatte Richemont vor einer Woche angekündigt, dass eine „umfassende Überprüfung“ des Bereichs eingeleitet worden sei.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: Zapp2Photo / Shutterstock.com

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07.08.2020, 21:59, Citi Indikation
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