Börse Zürich: SMI hält die 9.000 – Julius Bär enttäuscht

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Börse Zürich: SMI hält die 9.000 – Julius Bär enttäuscht

Der Schweizer Aktienmarkt hat den ersten Handelstag der neuen Woche kaum verändert geschlossen. Nach einem etwas tieferen Start arbeitete sich der Leitindex SMI in die Gewinnzone vor. Danach bewegte er sich in einer engen Handelsspanne um die Marke von 9’000 Punkten. Marktteilnehmer sprachen von einem generell richtungslosen Handel. Die US-Daten zum Auftragseingang Industrie sorgten am späten Nachmittag noch kurzzeitig für leichten Druck.

Nach den deutlichen Kursgewinnen im Januar sei auch in den kommenden Tagen eine gewisse Konsolidierung nicht auszuschließen, hieß es von Händlerseite weiter. Immerhin hätten zahlreiche Märkte ihre Verluste vom Dezember nahezu komplett ausgeglichen. Außerdem seien die Unsicherheitsfaktoren wie Brexit oder der amerikanisch-chinesische Handelsstreit nicht geklärt.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,17 Prozent höher bei 9011,48 Punkten (Tageshoch 9’016). Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verlor dagegen 0,02 Prozent auf 1392,00 Zähler, und der breite Swiss Performance Index (SPI) gewann wiederum 0,11 Prozent auf 10 541,91 Punkte hinzu. Von den Top-30-Werten schlossen 14 im Plus, 15 im Minus und einer (Schindler) unverändert.

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Stellenabbau hilft Julius Bär nicht

Die Aktie des Vermögensverwalters gaben nach Zahlen deutlich ab (-4,4 Prozent). Das Ergebnis für das vergangene Jahr sorgte bei den Analysten für lange Gesichter, und die Aktien setzten ihre jüngste Kursschwäche fort. Das Ergebnis enttäusche auf ganzer Linie, kommentierte etwa die ZKB. Der angekündigte Stellenabbau konnte den Kurs nicht stützen.

Finanztitel heute nicht beliebt

Auch andere Finanzwerte zeigten sich belastet. So verloren auch die Großbankenwerte Credit Suisse und UBS (je -1,0 Prozent) klar. Bei den Assekuranzen schlossen Swiss Re (-0,1 Prozent) und Swiss Life (-0,2 Prozent) nur leicht tiefer. Einerseits hätten die Zahlen von Bär Druck ausgeübt. Aber auch die Kursänderung des Fed in der vergangenen Woche laste generell auf zinssensitiven Titeln. Die US-Währungshüter hatten eine Pause in ihrem Erhöhungszyklus in Aussicht gestellt. Für Swiss Re senkte zudem Merrill Lynch das Rating auf Neutral von Buy, erhöhte jedoch das Kursziel.

Auf dem Telekommarkt könnte sich etwas tun

Bei Swisscom (-2,4 Prozent) sorgten Spekulationen um eine möglicherweise bevorstehende Konsolidierung im Schweizer Telekommarkt für Unruhe. Laut Medienberichten soll Sunrise (-1,2 Prozent) an einer Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz von Global Liberty interessiert sein. Dadurch könnte der Swisscom ein starker Wettbewerber erwachsen, hieß es.

Logistik-Branche verliert an Fantasie

Deutlich im Minus schlossen zudem Dufry (-1,5 Prozent) und Kühne+Nagel (-1,2 Prozent). Bei letzteren Logistiker-Papieren verwies ein Händler auf den Konkurrenten Panalpina, dessen Aktien um rund 12 Prozent abrutschen. Der Haupteigner von Panalpina hat sich gegen eine Übernahme durch den Konkurrenten DSV gestellt. Damit habe die Hoffnung auf eine Konsolidierung in der Branche abgenommen und die Kursfantasie einen klaren Dämpfer erhalten, hieß es.

Temenos stärkster Wert

Größte Gewinner unter den Blue Chips waren am Montag hingegen die Wertpapiere des Schweizer Bankensoftware-Spezialisten mit +2,2 Prozent. Auch Lonza (+1,9 Prozent) legten klar zu. Zwar hat Baader Helvea im Nachgang der Zahlen das Kursziel gesenkt, das Buy-Rating wurde jedoch bestätigt. Auch AMS (+2,1 Prozent) beendeten den Handel am Tag vor der Zahlenpublikation am Dienstag klar fester.

Pharma-Riesen halten SMI im Plus

Stützend wirkten zudem die Aufschläge der Pharma-Schwergewichte Roche (GS +1,1 Prozent) und Novartis (+1,0 Prozent). Das dritte Schwergewicht Nestlé schloss indes 0,5 Prozent tiefer. Am breiten Markt waren zudem die Abgaben bei Arundel (-8,5 Prozent), Lem (-7,2 Prozent) oder Kuros Bioscience (-6,8 Prozent) auffällig. Auf der Gewinnerseite stachen AirTech (+7,1 Prozent) Edisun (+5,4 Prozent) und Valartis (+4,0 Prozent) heraus.

Onvista/dpa-AFX

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Foto: William Potter / Shutterstock.com

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