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Börsen erholen sich - Anleger hoffen auf Geldsegen der Notenbanken

Reuters

Frankfurt (Reuters) - In Erwartung weiterer Geldspritzen der Notenbanken und weiterer Konjunkturhilfen haben Anleger sich zum Wochenschluss wieder aus der Deckung getraut.

Der Dax legte 1,3 Prozent auf 11.562,74 Punkte zu, der EuroStoxx50 gewann 1,4 Prozent auf 3329,08 Zähler. An den US-Börsen ging es ebenfalls aufwärts.

An den Märkten[FEDWATCH] wird die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank (Fed) auf ihrer Sitzung im September den Leitzins gleich um einen halben Prozentpunkt nach unten schraubt, inzwischen auf ein Drittel beziffert. Auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) wird angesichts von Handelsstreit und Bremsspuren in der Wirtschaft ein Schritt nach unten erwartet. Positiv werteten Börsianer außerdem Pläne der Regierung in Peking, zur Ankurbelung der Konjunktur das verfügbare Einkommen von Arbeitnehmern zu erhöhen.

Für Beachtung sorgte ebenfalls ein Bericht von "Spiegel Online", dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz bereit seien, im Falle einer Rezession das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts aufzugeben. Der Euro machte daraufhin Boden gut und lag mit 1,1095 Dollar nur noch knapp im Minus. Am Anleihemarkt stieg die Rendite der zehnjährigen Titel von einem Rekordtief von minus 0,72 Prozent auf minus 0,672 Prozent.

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TRUMP KÖNNTE IM HANDELSSTREIT EINLENKEN

Auftrieb erhielten die Börsen auch von Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser rechnet nach eigenen Angaben nicht mit Vergeltungsmaßnahmen Chinas in Reaktion auf die geplante Verschärfung der US-Strafzölle sondern vielmehr mit einer raschen Einigung. Eine nachhaltige Erholung sei aber nicht zu erwarten, warnte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Die Anleger bleiben hin- und hergerissen zwischen den Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen den USA und China im Handelsstreit einerseits und der Furcht vor einer Rezession andererseits."

Auf Wochensicht lag der Dax 1,2 Prozent im Minus. Mit der Korrektur an den Aktienmärkten stiegen aber auch die Chancen auf eine Deeskalation des Handelsstreits, sagte Helaba-Stratege Markus Reinwand. "Schließlich kann es sich Trump angesichts der im kommenden Jahr anstehenden Wahlen nicht leisten, dass der Aktienmarkt einbricht und die US-Wirtschaft in eine Rezession schlittert."

CHIPWERTE IM AUFWIND

Zur positiven Grundstimmung am europäischen Aktienmarkt trugen Börsianern zufolge ermutigende Geschäftszahlen der US-Chipfirmen Nvidia und Applied Materials bei. Aktien des deutschen Konkurrenten Infineon stiegen um zwei Prozent. Der europäische Index für die Branche gewann 1,6 Prozent.

Die United-Internet-Aktien machten ihre Vortagesverluste mehr als wett und stiegen um vierzehn Prozent auf 28,58 Euro. Eine Gewinnwarnung hatte die Anleger am Donnerstag vergrault, die Papiere hatten 6,3 Prozent verloren. Das erscheine aber übertrieben, die meisten Analysten hätten ihre Kaufempfehlung beibehalten, sagte ein Händler. Zudem sei das angekündigte Aktienrückkaufprogramm des Mobilfunkkonzerns angelaufen. Titel der Tochter Drillisch gewannen 8,4 Prozent.

Angesichts des kleinen Verfalls an den Terminbörsen kam es zeitweilig zu größeren Kursschwankungen. Eine besonders rasante Berg- und Talfahrt legten die Aktien der Deutschen Bank hin: sie markierten zwischenzeitlich mit 5,77 Euro ein frisches Rekordtief und gingen als größter Dax-Gewinner mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 6,16 Euro aus dem Handel.

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