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BondsWeekly KW 45

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Anleihenmarktbericht der Börse Stuttgart

MARKTBERICHT

Mit Amtsantritt startet das Anleihenankaufprogramm der EZB wieder
Christine Legarde trat ihren Posten als EZB-Präsidentin am letzten Freitag an. Gleichzeitig mit ihrem Amtsantritt beginnt die EZB mit einem neuen Ankaufprogramm für Anleihen. Im letzten Dezember wurde das Ankaufprogramm für Anleihen von der EZB ausgesetzt. Wobei zu erwähnen ist, dass fällige Tilgungsbeträge aus Anleihen für den Kauf von neuen Anleihen verwendet wurden. In der Spitze erwarb die EZB monatlich Anleihen im Gegenwert bis zu 80 Milliarden Euro. Bei dem neu aufgelegten Programm kann die EZB bis zu 20 Milliarden Euro Nettoankäufe tätigen. Innerhalb des EZB-Rates war die Entscheidung der Wiederaufnahme des Ankaufsprogramm sehr umstritten, wie aus Protokollen hervorgeht. Einige Ratsmitglieder sind der Meinung, dass bei dem gegenwärtigen Zinsniveau und dem konjunkturellen Umfeld die Wirkung einer Zunahme der Nettoankäufe verpufft. Andere EZB-Ratsmitglieder sind der Meinung, dass die EZB den Spielraum hat, die günstigen Finanzierungsbedingungen aufgrund der gegenwärtig gegebenen Preisstabilität auszunutzen, nachdem die Inflationsrate in der Euro Zone im September 2019 nur noch bei 0,8 Prozent liegt.

Robuster Arbeitsmarkt in den USA
Der amerikanische Arbeitsmarkt zeigt sich trotz konjunktureller Eintrübungen sehr robust. Im Oktober wurden außerhalb der Landwirtschaft 128.000 Stellen geschaffen. Erwartet wurden nur 89.000 Stellen. Zusätzlich wurde das Stellenwachstum der zwei Vormonate um 95.000 Stellen nach oben revidiert. Die durchschnittlichen Stundenlöhne sind wie erwartet, um 3 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Als Spätindikator laufen die Arbeitsmarktdaten der konjunkturellen Entwicklung hinterher. Demgegenüber deuten einige Frühindikatoren auf eine wirtschaftliche Eintrübung in den USA hin. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex ist in der letzten Woche überraschend stark gefallen. Erwartet wurde ein Wert von 48 Punkten, tatsächlich gemeldet wurde der Index bei 43,2. Dies ist der tiefste Stand seit Ende 2015. Ein Wert unterhalb von 50 deutet auf ein schrumpfen der Konjunktur hin.

Bundesanleihen

Abwärtstrend beim Euro-Bund Future. Bis Mittwochvormittag ist der Euro-Bund Future kontinuierlich eingebrochen. Gestartet ist er in die Handelswoche bei 171,47 Prozentpunkten und erreichte am Mittwochvormittag bei 170,22 Prozentpunkten sein vorläufiges Zwischentief. Danach startete der Euro-Bund Future eine leichte Erholung, bevor er am Donnerstagmittag wieder unter das Niveau von Mittwochvormittag einbrach. Am Donnerstagmittag notiert der Euro-Bund Future bei 170,12 Prozentpunkten. Dies entspricht einer negativen Rendite von -0,28 %.
Die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihen beträgt am Donnerstagmittag 0,21 %.

ANLEGERTRENDS

Daimler begibt drei neue Anleihen
Der deutsche Automobilkonzern emittiert drei neue Euro Anleihen: Unter der WKN A2R9ZT findet sich eine Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 1,75 Milliarden Euro, welche am 06.11.2023 fällig wird. Der Kupon beträgt 0,25 %. Die erste Zinszahlung findet am 06.11.2020 statt. Anleihe Nummer zwei (WKN: A2R9ZU) verfügt über ein Emissionsvolumen von 1,25 Milliarden Euro und läuft bis zum 06.05.2027. Der Zinssatz beträgt 0,625 %. Erstmals werden die Zinsen am 06.05.2020 anteilig ausbezahlt. Die folgenden Zinszahlungstermine erfolgen jährlich. Anleihe Nummer drei (WKN: A2YPFU) verfügt über ein Emissionsvolumen von 1 Milliarde Euro und läuft bis zum 06.11.2031. Der Zinssatz beträgt 1,125 %. Die erstmalige, jährliche Zinszahlung erfolgt am 06.11.2020. Bei allen drei Anleihen ist der Mindestbetrag der handelbaren Einheit 1.000 Euro in kleinsten handelbaren Einheiten von ebenfalls 1.000 Euro. S&P stuft Daimler mit einem Langfrist-Rating von A ein.

Der deutsche Finanzdienstleister Grenke begibt eine neue Unternehmensanleihe
Der deutsche Finanzdienstleister Grenke platziert eine neue Unternehmensanleihe (WKN: A2R98B) mit einem Emissionsvolumen von 300 Milliarden Euro und einer Laufzeit bis zum 09.01.2025. Die Anleihe besitzt einen Kupon von 0,625 %. Erstmals wird der Kupon anteilig am 09.01.2020 ausbezahlt. Die weiteren Zinszahlungen erfolgen im jährlichen Turnus. Der Mindestbetrag der handelbaren Einheit entspricht 1.000 Euro in kleinsten handelbaren Einheiten von ebenfalls 1.000 Euro. S&P stuft Grenke mit einem Rating von BBB+ ein.

AT&T mit neuer US-Dollar Anleihe
Der amerikanische Telekommunikationsriese AT&T emittiert eine US-Dollar Anleihe (WKN: A2R3HQ) mit Fälligkeit 15.01.2026 und einem Emissionsvolumen von 541,14 Millionen US-Dollar. Die Anleihe bietet einen Kupon von 3,875 %. Die Kuponzahlungen finden im halbjährlichen Turnus statt. Die nächste anteilige Zinszahlung ist auf den 15.01.2020 terminiert. Der Mindestbetrag der handelbaren Einheit entspricht 2.000 US-Dollar in kleinsten handelbaren Einheiten von1.000 US-Dollar. S&P vergibt für AT&T ein Langfrist-Rating von BBB. Die Anleihe ist durch den Emittenten vorzeitig kündbar.

Disclaimer:
Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

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