Bundesbank - Handelskrieg mit EU würde USA härter treffen

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Ein offener Handelskrieg zwischen den USA und der Europäischen Union würde aus Sicht der Bundesbank beide Seiten empfindlich treffen.

Sollten alle Zölle im beidseitigen Warenaustausch um 25 Prozentpunkte angehoben werden, würde die Wirtschaftsleistung der EU mittelfristig um ein Prozent gedrückt, geht aus dem am Montag veröffentlichten Bundesbank-Monatsbericht hervor. "Die negativen Effekte in den USA wären sogar noch stärker."

Für die US-Wirtschaft dürften die schädlichen Folgen deutlich größer ausfallen als die aus dem Handelsstreit mit China, prognostizieren die Bundesbank-Experten. Ihrem Urteil zufolge haben andere Länder von dem Konflikt der beiden weltweit größten Wirtschaftsmächte bislang nicht nennenswert profitieren können. "Die bisher beobachteten Umlenkungseffekte fielen gering aus." Die USA hätten keinen Gewinn aus ihrer restriktiveren Handelspolitik gezogen. Vielmehr sei die Produktion dort wohl etwas gedämpft und der Preisauftrieb tendenziell verstärkt worden. Zudem seien keine spürbaren positiven Beschäftigungseffekte zu erkennen.

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