Bundespräsident fordert in Corona-Krise mehr Solidarität in Europa

Reuters

Berlin (Reuters) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert mehr Solidarität in der EU in der Corona-Krise.

Bundespräsident fordert in Corona-Krise mehr Solidarität in Europa

"Unser Blick muss weiter reichen als bis zum nächsten Grenzzaun", sagte der Bundespräsident in einer über soziale Netzwerke verbreiteten Videobotschaft. Es sei gut, dass Krankenhäuser in Deutschland jetzt auch schwer kranke italienische und französische Patienten behandelten. "Ich wünsche mir mehr solche konkrete Solidarität im europäischen Geist."

Das Virus habe keine Staatsangehörigkeit und das Leid mache nicht vor Grenzen halt. Deshalb sollten Forscher weltweit zusammenarbeiten, um Impfstoff, Therapien und Gegenstrategien zu entwickeln, sagte der Bundespräsident. "Und je besser Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenarbeiten, desto schneller wird das gelingen. Unsere Zukunft liegt nicht in Abschottung voneinander, sondern in geteiltem Wissen", mahnte Steinmeier angesichts vieler nationalstaatlicher Entscheidungen in der Corona-Krise.

Der Bundespräsident führt derzeit eine Serie von Telefonaten mit Beschäftigten etwa in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Supermärkten, Behörden oder mit Sozialarbeitern. Steinmeier lobte dabei die Hilfsbereitschaft in Deutschland. "Sie alle, Sie sind die Heldinnen und Helden in der Corona-Krise", sagte er. Die überwältigende Mehrheit in Deutschland halte sich zudem an das Gebot, physisch Abstand zu halten, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. "Unser Einstehen füreinander, unsere Solidarität ist jetzt existenziell wichtig."

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