Bundesregierung begrüßt Entspannung im griechisch-türkischen Gasstreit

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung hat jüngste Signale der Entspannung im Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland begrüßt.

Dass die Regierungen in Ankara und Athen ihre seit 2016 unterbrochenen Gespräche am 25. Januar wieder aufnehmen wollten, sei "ein wichtiger erster Schritt", sagte Außenminister Heiko Maas vor seinem Abflug nach Ankara am Montag in Berlin. In der türkischen Hauptstadt ist ein Gespräch von Maas mit Außenminister Mevlüt Cavusoglu geplant. "Auch die vorzeitige Beendigung der seismischen Erkundungen vor Zypern durch den Abzug des Forschungsschiffs 'Barbaros' ist ein positives Zeichen aus Ankara", ergänzte Maas.

In den Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Türkei liege ein schweres Jahr, betonte der SPD-Politiker. "Die Lage im östlichen Mittelmeer hat sich teils dramatisch zugespitzt. Dieses Spiel mit dem Feuer darf sich nicht wiederholen." In dem Streit geht es darum, dass die Türkei Ansprüche auf Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer angemeldet hat. Die EU-Staaten Griechenland und Zypern beanspruchen die Gebiete ihrerseits für sich. Die EU hat deshalb bereits erste Sanktionen gegen Einzelpersonen in der Türkei verhängt.

"Als NATO-Partner hat die Türkei die klare Verpflichtung, auch schwierige Streitfälle auf dem Verhandlungsweg unter Beachtung des Völkerrechts zu regeln und den Frieden in der Region nicht zu gefährden", betonte Maas und fügte hinzu, die anstehende Aufnahme der Gespräche "bietet die reelle Chance einer dauerhaften Entspannung im östlichen Mittelmeer". Bei seinen Gesprächen in Ankara werde er Cavusoglu "ermutigen, den konstruktiven Kurs der letzten Wochen entschlossen fortzusetzen und zu verstetigen".

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