Chefökonomen erwarten Aufschwung ab Frühjahr - "Zwangssparen endet"

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Chefvolkswirte privater Banken rechnen ab Frühjahr mit einem von Konsum und Exporten getriebenen Aufschwung in Deutschland.

Im laufenden ersten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt wegen des Corona-Lockdowns noch zwischen 1,0 und 1,5 Prozent schrumpfen, geht aus ihrer am Mittwoch veröffentlichten Frühjahrsprognose hervor. Danach dürfte es aber aufwärts gehen. "Die Wachstumsdelle zum Jahresstart wird umso besser verkraftbar sein, je schneller die Politik die lähmenden Unsicherheiten in den Griff bekommt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Christian Ossig, mit Blick auf die Prognose. Für 2021 erwarten die privaten Banken ein Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent, das auf einen Absturz von 4,9 Prozent im vergangenen Jahr folgen würde. Für das kommende Jahr stellen sie ein Plus von rund vier Prozent in Aussicht. 2022 könnte die Wirtschaft ihr Vorkrisenniveau erreichen.

Stärkste Stützen des Wachstums werden demnach der Export und der private Konsum sein: Während die Unternehmen kräftig Rückenwind vom wiederbelebten Welthandel bekommen dürften, sollten viele Verbraucher ihr pandemiebedingtes "Zwangssparen" beenden und wieder mehr konsumieren. "Wir rechnen beim Verbrauch der privaten Haushalte mit einem Plus von 3,5 Prozent, das wäre mit Abstand das stärkste Plus beim privaten Konsum in Deutschland seit der Wiedervereinigung", sagte Ossig. Ganz wesentlich dafür sei allerdings, dass es gelinge, das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten.

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