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Cisco überzeugt nicht komplett ++ Merck mal mit guten Nachrichten ++ Musik spielt in den hinteren Reihen

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Cisco überzeugt nicht komplett ++ Merck mal mit guten Nachrichten ++ Musik spielt in den hinteren Reihen

Die Berichtssaison neigt sich ihrem Ende zu und die Nachrichtenlage wird wieder etwas dünner. Heute ist der Blick daher eher in die hinteren Reihen gerichtet. Der dürfte sich aber durchaus lohnen, denn neben RTL gewähren heute auch Ceconomy, Zooplus und VTG Einblick in ihre Bücher. Besonders die Aktie des Schienenlogistik- und Waggonvermietunternehmen aus Hamburg sollten Anleger im Auge behalten. Schon vor der Veröffentlichung des Zahlenwerks hat die VTG-Aktie ein neues All-Zeit-Hoch erreicht.

Die Zahlen heute unterstreichen, dass der Wert zurecht neue Höhen erklommen hat. Der

Konzernumsatz lag mit 255,1 Mio. Euro um 4,6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum (243,8 Mio. Euro). Das Konzernergebnis zog um fast 31 Prozent an auf 16,6 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich 42 Prozent auf 0,47 Euro. Die Auslastung der Mietwagons lag im ersten Quartal bei mehr als 92 Prozent. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Vorstandsvorsitzender Dr. Heiko Fischer. Die Zahlen kommen bei den Anlegern gut an. Der Höhenflug geht weiter.

RTL ist der Start ins neuen Geschäftsjahr dagegen nicht sehr gut geglückt. Der europäische Fernsehkonzern hat mit einem Gewinnrückgang im ersten Quartal die Erwartungen von Branchenexperten verfehlt. Ungünstige Wechselkurse und Belastungen eines konzerneigenen Fußballclubs in Frankreich zehrten Zuwächse im TV-Werbegeschäft auf.  Das Betriebsergebnis (Ebitda) sank um 1,9 Prozent auf 259 Millionen Euro. Die von Reuters befragten Analysten hatten im Schnitt mit 268 Millionen Euro gerechnet. Der Nettogewinn sank um 19 Prozent auf 111 Millionen Euro. Hier lag die durchschnittliche Erwartungshaltung bei 140 Millionen Euro. Die Quittung für die Quartalszahlen bekommt RTL heute von den Anlegern. Die Aktie verliert fast 3 Prozent.

Bei Zooplus sieht es auch nicht viel besser aus. Der Internethändler für Heimtierprodukte konnte seinen Umsatz zwar um 26 Prozent auf 323 Millionen Euro steigern, aufgrund von verstärkten Investitionen driftete das Ebit allerdings ins Minus. Die Anleger bleiben allerdings gelassen. Der Wert hält sich leicht im Plus.

Für die Ceconomy wird ihre Beteiligung an dem Handelsriesen Metro zur Belastung. Zwar konnte die Elektronikhandelsholding mit ihren Töchtern Media Markt und Saturn im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 bei einem leichten Umsatzrückgang den operativen Ertrag in die Höhe schrauben. Eine Wertminderung des knapp zehnprozentigen Anteils an der Metro sorgte unterm Strich aber für einen Verlust von 55 Millionen Euro.

Der Umsatz sank von Januar bis März um 0,2 Prozent auf 5,249 Milliarden Euro. Der operative Ertrag (Ebit) ist auf 38 Millionen Euro gestiegen – nach einem Verlust von 19 Millionen Euro vor Jahresfrist. Dabei half neben Kostensenkungen auch die Beteiligung am französischen Partner Fnac Darty. Ihre Jahresprognose bekräftigte die Holding. Auch wenn sich das Zahlenwerk nicht berauschend anhört, ist es besser als erwartet. Die Analysten hatten schlimmeres befürchtet. Die Anleger atmen auf und verhelfen der Aktie zu einem Plus von über 4 Prozent.

Ein Blick auf den langfristigen Chart zeigt aber, dass das nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Im Januar stand die Aktie noch bei 13 Euro. Heute sind es 9,42 Euro.

Merck veröffentlicht positive Daten

Nachdem die Zahlen die Aktie des Darmstädter Pharmakonzerns auf Talfahrt geschickt hatten, erholt sich der Wert heute wieder. Hintergrund sind erfreuliche Zwischenergebnisse aus einer Lungenkrebsstudie (Phase II) zu dem Mittel Tepotinib. Merck konnte nach eigenen Angaben belegen, dass die Therapie bei Patienten mit dem fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCL) eine Antitumoraktivität des Immunsystems bewirken kann. Die Darmstädter wollen ihre Resultate zu dem Mittel sowie andere Studien auf dem diesjährigen Kongress der US-Onkologen (Asco) vorstellen, die zwischen dem 1. bis 5. Juni in Chicago stattfindet.

Neben den positiven Nachrichten aus der Medikamentenpipeline hilft der Aktie heute auch ein positiver Analystenkommentar. Die Experten von Bernstein stufen Merck mit “Outperform“ ein und sehen das Kursziel bei 105 Euro.

Die Anleger sind heute ebenfalls von den Nachrichten angetan und schicken Merck mit einem Plus von fast 3 Prozent an die DAX-Spitze.

Cisco enttäuscht beim Ausblick

Der Netzwerkausrüster hat im dritten Quartal zwar Gewinn und Umsatz stärker gesteigert als von Analysten erwartet. Der Ausblick für das laufende Quartal enttäuschte jedoch am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Anleger und schickte die Aktie im nachbörslichen Handel 3,4 Prozent ins Minus.

Für das abgelaufene Quartal gab der US-Konzern einen Nettogewinn von 2,7 Milliarden Dollar nach 2,5 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum bekannt. Ohne Sonderposten betrug der Gewinn je Aktie 66 Cent, während Experten mit 65 Cent gerechnet hatten. Der Umsatz stieg um 4,4 Prozent auf fast 12,5 Milliarden Dollar, ebenfalls etwas mehr als vorhergesagt. Für das laufende vierte Quartal erwartet Cisco einen Gewinn je Aktie in der Spanne von 68 bis 70 Cent. Die von Reuters befragten Analysten rechnen mit 69.

Kurz & knapp:

Daimler/Telekom: Nach “nur“ 14 Jahren haben der Bund und die Hauptgesellschafter von Mautbetreiber Toll Collect ihren Streit über die verspätete Einführung der LKW-Maut beigelegt. Außergerichtlich einigte man sich auf eine Zahlung von 3,2 Milliarden Euro. Die Deutsche Telekom und Daimler besitzen jeweils 45 Prozent an Toll Collect.

Thomas Cook: Eine gestiegene Nachfrage nach Reisen nach Ägypten, Griechenland und in die Türkei haben das Geschäft des britischen Reisekonzerns im ersten Halbjahr anspringen lassen. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 3,28 Milliarden Pfund. Der operative Verlust verringerte sich um fünf Prozent auf 169 Millionen Pfund.

Telecom Italia: Die Geschäfte laufen gut. Die Erlöse sind nach Angaben der Italiener im ersten Geschäftsquartal um 2,7 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro gestiegen. Der Gewinn sprang um 25 Prozent auf 250 Millionen Euro hoch. Mit der Bilanz traf das Unternehmen aber nur die Erwartungen der Experten.

Von MWe

Foto: Viktor Konya / Shutterstock.com

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