Commerzbank hält an Risikovorsorge fest trotz angeblichem Steinhoff-Engagement

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank hält an ihrer Risikovorsorge fest. "Sie dürfte bei rund 800 Millionen Euro liegen", erklärte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Frankfurt und bestätigte damit die bisherigen Planungen. Die Bank legt am 8. Februar ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2017 vor.

Zuvor hatte das "Manager Magazin" berichtet, dass die Bank einer der wichtigsten Kreditgeber des kriselnden Möbelhändlers Steinhoff sei. Die Commerzbank sei im Rahmen eines syndizierten Großkredits mit einem dreistelligen Millionenbetrag engagiert, hieß es. Tatsächliche oder potenzielle Kundenbeziehungen würden grundsätzlich nicht kommentiert, sagte der Sprecher dazu.

Steinhoff mit operativem Sitz in Südafrika und viel Geschäft in Europa ist in einen Bilanzskandal verwickelt, in dessen Zuge zahlreiche Manager ihren Hut nehmen mussten und der Aktienkurs abgestürzt ist. Das aktuelle Management versucht momentan, die Geldgeber zu überzeugen, das Unternehmen weiter zu finanzieren. Erst am Donnerstagnachmittag erklärte das Unternehmen, die Zinszahlungen seien kurzfristig gesichert.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte schon Ende vergangenen Jahres berichtet, dass die Commerzbank zu einer Gruppe von Kreditinstituten gehöre, die Steinhoff eine milliardenschwere Kreditlinie eingeräumt hätten. Bloomberg berief sich dabei auf eigene Daten./das/stk

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