Corona-geplagte Lufthansa sammelt mehr Geld am Kapitalmarkt ein

Reuters

London/Frankfurt (Reuters) - Die von der Corona-Krise hart getroffene Lufthansa nutzt die wachsende Zuversicht am Finanzmarkt über Fortschritt im Kampf gegen die Pandemie zur Ausgabe einer weiteren Anleihe.

Der MDax-Konzern bot am Dienstag nach Angaben der federführenden Bank Bonds im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro an. Das Papier mit fünf Jahren Laufzeit und einem Kupon von drei Prozent bietet eine Rendite von 3,125 Prozent. Die Emission war den Angaben zufolge rund vierfach überzeichnet.

Die Lufthansa kann sich damit zu günstigeren Konditionen Kapital beschaffen, als sie mit einer Verzinsung ab vier Prozent für die 5,7 Milliarden Euro Stiller Einlagen des deutschen Staates zahlen muss. Die Zinsen dafür steigen schrittweise bis 2027 auf 9,5 Prozent. Die Lufthansa musste wegen des Geschäftseinbruchs in der Corona-Krise mit insgesamt neun Milliarden Euro Finanzhilfen der Steuerzahler aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien gestützt werden.

Zum ersten Höhepunkt der Infektionswelle im Frühjahr waren die Einschätzungen an der Börse zu den Aussichten von Fluggesellschaften und Reisebranche so schlecht, dass die Lufthansa keinen Zugang mehr zum Kapitalmarkt hatte. An Staatshilfe führte deshalb kein Weg vorbei. Bereits vor zwei Wochen, kurz nach den Neuigkeiten über die nahende Zulassung eines ersten Corona-Impfstoffs, konnte der Airline-Konzern mit einer Wandelanleihe mehr als 600 Millionen Euro frisches Geld aufnehmen. Die Lufthansa will weiter schrittweise Mittel beschaffen, um ihre Schulden bei den Staaten tilgen zu können. Aktien von Airlines und Reiseveranstaltern profitierten weiter von Hoffnungen auf ein absehbares Ende der Pandemie.

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