Coronakrise drückt Kauflaune der US-Verbraucher

Reuters

Washington (Reuters) - Die Kauflaune der Amerikaner sinkt in der Virus-Krise deutlich.

Das Barometer für das Verbrauchervertrauen im März fiel um 12,6 Punkte auf 120 Zähler, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Dies ist das niedrigste Niveau seit Juli 2017. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem noch stärkeren Einbruch auf 110,0 Punkte gerechnet. Die Verbraucher schätzten ihre Lage etwas ungünstiger ein und blicken zudem wesentlich skeptischer in die Zukunft. Die Konsumenten sind mit ihren Ausgaben das Rückgrat der US-Konjunktur, die im Sog der Corona-Pandemie ins Trudeln gerät.

Zuletzt war auch das von der Universität Michigan veröffentlichte Barometer für das Konsumklima im März eingebrochen - auf das niedrigste Niveau seit Oktober 2016.. Die eingetrübte Stimmung spiegelt auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt wider: Die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen unlängst auf knapp 3,3 Millionen. Dieser Rekordwert dürfte bei den am Donnerstag anstehenden Gesuchen für die Woche zum 28. März nach Einschätzung von Experten wohl noch übertroffen werden.

Auch die US-Industrie geht einer Umfrage unter Unternehmen im Mittleren Westen zufolge wegen der Corona-Krise schweren Zeiten entgegen: Das als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung im ganzen Land geltende Chicago Business Barometer fiel im März um 1,2 auf 47,8 Punkte. "Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens werden voraussichtlich auch im April eine Belastung darstellen, so dass der Konjunkturausblick weiter getrübt bleibt", so die Einschätzung von Ökonom Patrick Boldt von der Helaba.

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