Coronavirus Update: Mehr als 10.000 Tote in Spanien, 7000 Neuinfektionen in Deutschland – EU-Kommission räumt Fehler im Corona-Krisenmanagement ein

onvista
Coronavirus Update: Mehr als 10.000 Tote in Spanien, 7000 Neuinfektionen in Deutschland – EU-Kommission räumt Fehler im Corona-Krisenmanagement ein

In Deutschland rollen die Milliardenhilfen für Unternehmen an – doch helfen lässt sich auch im Kleinen. Darauf hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner neuen Videobotschaft aufmerksam gemacht. Man könne seinen Lieblingsläden, die derzeit geschlossen bleiben müssen, Gutscheine abkaufen, oder in den Lieblingsrestaurants Essen zum Mitnehmen bestellen.

Bei der Entwicklung der Pandemie gibt es in Deutschland keine Entwarnung. Im Vergleich zum Mittwoch ist die Zahl der Infizierten um fast 7000 gestiegen.

Bundespräsident ruft zur Hilfsbereitschaft auf

Knock-Outs zum DAX

Kurserwartung
DAX-Index wird steigen
DAX-Index wird fallen
Höhe des Hebels
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger in der Corona-Krise zur Hilfsbereitschaft im Alltag aufgerufen. „Zeigen wir einander doch das Beste in uns – zeigen wir Mitmenschlichkeit, zeigen wir Solidarität“, sagte er am Donnerstag in einer Videobotschaft. „Wenn wir das miteinander schaffen, dann zerfällt unsere Gesellschaft nicht in dieser Krise, sondern im Gegenteil: Dann wächst sie enger zusammen.“ Jeder und jede könne helfen. Dies könne ein Einkauf für ältere Nachbarn oder ein Anruf bei der Familie sein. „Wir können auch unseren Lieblingsläden, die derzeit geschlossen bleiben müssen, Gutscheine abkaufen oder in unseren Lieblingsrestaurants Essen zum Mitnehmen bestellen.“

Knapp 7000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind bis Donnerstagvormittag mehr als 73.900 Infektionen (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 67.100) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Mindestens 879 (Vortag Stand 10.15 Uhr: 701) mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 17.200 Fällen und mindestens 197 Toten und Bayern mit mehr als 17.100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 241 Toten.

Mehr als 10.000 Tote in Spanien

Spanien hat am Donnerstag eine neue Rekordzahl an Todesopfern durch das Coronavirus verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien 950 Tote gestorben, die Gesamtzahl liege nun bei mehr als 10.000 Toten, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Jedoch gäben die Statistiken der vergangenen Tage auch Grund zu Optimismus, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. „Die Daten zeigen, dass die Kurve sich stabilisiert hat, wir haben den Höhepunkt erreicht und eine Verlangsamung hat begonnen.“ Gleichzeitig bleibe die Situation auf den Intensivstationen aber noch kritisch. Das Land hatte bereits in den vergangenen fünf Tagen jeweils mehr als 800 Tote zu beklagen, jedoch gab es noch nie mehr als 900 Covid-19-Opfer. Gleichzeitig kletterte aber auch die Zahl der geheilten Patienten auf eine Höchstmarke: Seit Mittwoch wurden fast 4100 Menschen als gesund entlassen. Von den mehr als 110.000 verzeichneten Infizierten gelten somit fast 27.000 als geheilt. Es gebe aber einen „Akkumulationseffekt“ in den Kliniken des Landes, weil viele Erkrankte über längere Zeit behandelt werden müssten, sagte der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón.

Auszahlung von Corona-Soforthilfen läuft an

Nach dem großen Ansturm auf Corona-Soforthilfen für die Wirtschaft kommt die Auszahlung langsam in Gang. Bis Dienstagabend wurden allein in elf Bundesländern mehr als 374.000 Anträge bewilligt, wie eine Länderumfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Rund 1,3 Milliarden Euro flossen demnach bereits an in Existenznot geratene Unternehmen. In dreizehn Bundesländern summierte sich die Anzahl der eingegangenen Anträge auf mehr als 929 000. Nach ersten Meldungen aus den Ländern zeichnete sich ab, dass besonders Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler die Hilfen in Anspruch nehmen.

Bundeswehr mit 15.000 Soldaten zur Amtshilfe bereit

Zur Bewältigung der Corona-Krise hält die Bundeswehr von diesem Freitag an 15 000 Soldaten bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen. Die Männer und Frauen seien dann unterschiedlich schnell – beispielsweise binnen 12 bis 72 Stunden – abmarschbereit, sagte ein Sprecher. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte die Truppe auf einen langen Kriseneinsatz eingestellt. Auch der Bundeswehr bereitet nach ihren Worten die Knappheit von Schutzausrüstung Probleme. Man habe Vorräte für eine gewisse kurze Zeit, leide aber wie alle im Moment am Mangel etwa an Schutzmasken, sagte Kramp-Karrenbauer am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin.

Bundesregierung für Gutscheinlösungen

Die Bundesregierung will bei abgesagten Reisen und Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit eine Gutscheinlösung für Kunden – statt einer sofortigen Rückzahlpflicht. Einer solchen Regelung hat das „Corona“-Kabinett am Donnerstag zugestimmt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Die Gutscheine sollen befristet sein bis Ende 2021. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief die Bürger dazu auf, das Geld für gekaufte Eintrittskarten nicht zurückfordern. „Denn viele Kulturschaffende, deren Kunst uns gerade jetzt so viel bedeutet, sind gerade jetzt in ihrer Existenz bedroht“, sagte er.

EU-Kommission räumt Fehler im Corona-Krisenmanagement ein

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in der Corona-Krise Fehler der Europäischen Union etwa im Umgang mit dem besonders betroffenen Land Italien eingeräumt. Zu viele hätten in den ersten Tagen der Krise nur an die eigenen Probleme gedacht, schrieb sie in einem Beitrag für die Zeitung „La Repubblica“. „Es war ein schädliches Verhalten, das hätte vermieden werden können.“ Inzwischen habe Europa aber das Tempo geändert. Von der Leyen versprach Hilfen in Milliardenhöhe für Kurzarbeiter.

Coronakrise stoppt Dividenden-Boom

Die Corona-Krise macht Aktionären zu schaffen und beendet den Dividenden-Boom nach fünf Rekordjahren in Folge. Im besten Fall werden die 160 Firmen der Börsenindizes Dax, MDax und SDax für 2019 einer Studie zufolge in der Summe gut 44 Milliarden Euro an ihre Anteilseigner überweisen: Das sind rund 14 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Mehr als ein Viertel der Unternehmen plant nach Stand 31. März gar keine Ausschüttung.

Kritik aus Frankreich an den USA wegen Schutzmasken

Französische Politiker werfen den USA vor, für Frankreich bestimmte Lieferungen von Schutzmasken in China wegzukaufen. Renaud Muselier, der Präsident der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, sagte dem Fernsehsender BFMTV, dass für Frankreich bestimmte Maskenlieferungen von einem anderen Land auf dem Rollfeld chinesischer Flughäfen gekauft worden seien. Auf Nachfrage bestätigte er, dass es sich dabei um die USA gehandelt habe. Museliers Angaben zufolge wurde der dreifache Preis für die Sendung bezahlt, die Masken seien nun weg. Frankreich hatte zuletzt eine Milliarde Masken bestellt – unter anderem aus China.

Sechs Monate Haft für Anhusten eines Polizisten in London

Ein Brite, der in London absichtlich einen Polizisten angehustet und angegeben hat, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, muss für ein halbes Jahr ins Gefängnis. Der Polizist hatte den 55-Jährigen auf seiner Patrouille mit dem Fahrrad gestellt. Der Mann wollte offensichtlich ein Auto stehlen. Der Verdächtige wehrte sich und rief dem Polizisten laut einer Mitteilung von Scotland Yard zu: „Ich habe Covid und ich werde dir ins Gesicht husten und du wirst es auch bekommen.“

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: creativeneko / Shutterstock.com

Das könnte Sie auch interessieren

Kurs zu CITIGROUP-INDIKATION DAX Index

  • 11.677,08 Pkt.
  • -0,01%
01.06.2020, 10:37, Citi Indikation
Weitere onvista-News
alle Artikel anzeigen

Zugehörige Derivate auf DAX (173.379)

Derivate-Wissen

Sie glauben, der Kurs des "DAX" bleibt annähernd gleich?

Mit Discount-Zertifikaten können Sie auch bei stagnierenden "DAX" Kursen eine positive Rendite erzielen.

Erfahren Sie mehr zu Discount-Zertifikaten