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Covestro nun die Nummer eins für Dax-Aufstieg im September

dpa-AFX
Covestro nun die Nummer eins für Dax-Aufstieg im September

Ein Aufstieg des Kunststoffherstellers Covestro in die erste deutsche Börsenliga rückt in immer greifbarere Nähe. Die Chancen, im September in den Dax zu kommen, haben sich nach dem Verkauf eines weiteren Aktienpakets durch die einstige Konzernmutter Bayer verbessert. Denn der Börsenwert der frei handelbaren Covestro-Aktien ist dadurch weiter gestiegen.

Manch einer spekuliert sogar auf eine rasche Dax-Aufnahme, die durch die so genannte "Fast Entry"-Regelung der Deutschen Börse möglich wäre. Sie verhilft potenziellen Kandidaten auch außerhalb des jährlichen regulären Aufnahmetermins im September zum Aufstieg.

Doch dafür muss Covestro nicht nur zu den 25 wertvollsten börsennotierten deutschen Unternehmen zählen, sondern auch bei den Handelsumsätzen (Liquidität) mindestens Platz 25 erreichen. Aber während die Marktkapitalisierung nach Streubesitz nun auf mindestens um die 13 Milliarden Euro ansteigt und somit kein Thema mehr wäre, hat es der Kunststoffspezialist in Sachen Liquidität noch schwer.

"Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Covestro es vor September in den Dax schafft, denn dann müsste die Liquidität noch bis Ende Mai um zwei Milliarden Euro steigen", sagte ein Index-Analyst. Bis zur nächsten außerordentlichen Überprüfung im März sei das "auf gar keinen Fall" zu schaffen, auch wenn die Liquidität durch einen höheren Börsenwert zunehmen werde.

Gelungen ist es Covestro aber durch die Platzierung, die Nummer eins unter den insgesamt drei Dax-Kandidaten zu werden. Auf Platz zwei für eine Aufnahme folgt aktuell der Zahlungsabwickler Wirecard aus dem TecDax , dessen Aktienkurs sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt hat. Dagegen ist die Deutsche Wohnen auf den dritten Platz abgerutscht. "Ihr Hauptproblem ist und bleibt die Liquidität", sagte der Experte. "Ändern dürfte sich das wohl nur, wenn sie es ähnlich macht wie einst Vonovia und größer zukauft."

ProSiebenSat.1 hingegen sind zwar weiterhin schwächster Dax-Wert und dürften per Stand heute im September ihren Platz für Covestro räumen müssen. Auf dem Schleudersitz - per "Fast Exit" der Deutschen Börse - befindet sich die Aktie aber momentan nicht mehr.

Die nächsten Termine für eine Bekanntgabe möglicher außerordentlicher Änderungen in den Indizes der Dax-Familie sind der 6. März und der 5. Juni. Reguläre Änderungen im Leitindex wird die Deutsche Börse erst am 5. September bekannt geben.

Wichtig sind Index-Veränderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETF), da sie diese dann entsprechend umschichten und umgewichten müssen. Das hat in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse. Aber auch für Privatanleger oder institutionelle Investoren lohnt es sich laut dem LBBW-Experten Streich auf Indexentscheide zu setzen. Während sich die Aufsteiger in aller Regel überdurchschnittlich entwickelten, sei für die Kurse der Absteiger mit einer unterdurchschnittlichen Entwicklung zu rechnen.

onvista/dpa-AFX
Foto: dpa

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Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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