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Daimler: Hauchdünn neuen Absatzrekord geschafft ++ Wirecard: Deutsche Bahn neuer Partner ++ CropEnergies: Gewinn über 20 Prozent runter

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Daimler: Hauchdünn neuen Absatzrekord geschafft ++ Wirecard: Deutsche Bahn neuer Partner ++ CropEnergies: Gewinn über 20 Prozent runter

Die Stimmung an den internationalen Börsen steigt immer mehr. Die Weichen zwischen den USA und China stehen weiter auf Erholung. Besonders die Tatsache, dass beide Parteien ihre Gespräche über eine Beendigung ihres Handelskrieges verlängert haben, stimmt die Anleger zuversichtlich. Ein US-Regierungsbeamter bestätigte heute, dass die Verhandlungen in Peking am Morgen fortgesetzt worden seien. Beide Seiten hatten eigentlich nur zwei Tage verhandeln wollen, dann aber überraschend beschlossen, die Gespräche auszuweiten. Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump verkündet, die Verhandlungen liefen „sehr gut“.

Leichter Dämpfer für die deutsche Wirtschaft

Der deutsche Außenhandel hat im November etwas weniger geschwächelt als erwartet. Die Exporte seien im Monatsvergleich um 0,4 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Analysten hatten im Mittel einen etwas stärkeren Rückgang um 0,5 Prozent erwartet. Die Einfuhren sanken um 1,6 Prozent zum Vormonat. Die Handelsbilanz, die Aus- und Einfuhren gegenüberstellt, wies einen Überschuss von 20,5 Milliarden Euro auf. Ein Jahr zuvor hatte der Überschuss noch bei 23,8 Milliarden Euro gelegen.

Dax trotzdem gut gelaunt

Die wahrscheinlich guten Nachrichten aus den Handelsgesprächen zwischen den USA und China lassen die Anleger alle anderen Sorgen vergessen. Heute hat die Weltbank als nächste prominente Adresse ihren Ausblick für das Wachstum der Weltwirtschaft gesenkt. Dem deutschen Leitindex macht das allerdings nichts aus. Genauso belastet das deutsche Börsenbarometer auch nicht, dass Theresa May immer noch keine Mehrheit für das Abkommen mit Brüssel hat. Knapp drei Viertel aller britischen Abgeordneten sind der Überzeugung, dass Premierministerin Theresa May einen schlechten Job bei den Brexit-Verhandlungen gemacht hat. Unter diesen Voraussetzungen dürfte May den Vertrag zum EU-Austritt eher nicht durch das Parlament bringen. Der Dax startet heute mit 10.885,32 Punkten in den Tag. Ein Plus von 0,75 Prozent.

Daimler steigert Autoabsatz nur ganz leicht

Die mehrmonatige Absatzflaute im Sommer hat den Stuttgarter Autobauer im vergangenen Jahr massiv ausgebremst. Knapp 2,44 Millionen weltweit verkaufte Autos von Mercedes-Benz und Smart bedeuten nur ein knappes Plus von 0,6 Prozent gegenüber 2017. Aus den Vorjahren war Daimler deutlich höhere Zuwachsraten beim Absatz gewohnt gewesen. Im Sommer 2018 hatten sich jedoch diverse Probleme und Verzögerungen, unter anderem die Umstellung auf den neuen Abgasteststandard WLTP, auf die Zahlen ausgewirkt. Mehrere Monate in Folge war der Absatz zurückgegangen, erst der Oktober brachte wieder ein Plus. Wenn auch nur hauchdünn, unterm Strich schaffte Daimler das 8. Rekordjahr in Folge.

Region Asien sichert die neue Bestmarke

Die Kernmarke Mercedes-Benz legte um 0,9 Prozent auf 2,31 Millionen verkaufte Fahrzeuge zu, was vor allem auf den großen Erfolg in Asien und insbesondere in China zurückzuführen ist. In Europa und Nordamerika brachte Daimler weniger Autos an die Kunden als 2017. Wichtiger Absatztreiber blieben die sogenannten SUVs. Mittlerweile gehöre jeder dritte verkaufte Mercedes in dieses Segment, hieß es.

Angriff auf Tesla wird vorbereitet

Daimler wird auch in den USA mit einem Elektroauto gegen Tesla antreten. Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas präsentierte der deutsche Autobauer am Dienstag den EQC von Mercedes-Benz. Entwicklungschef Ola Källenius zeigte sich in Las Vegas zuversichtlich, dass das neue Elektroauto am Markt erfolgreich sein wird und verwies auf die Strahlkraft der Marke. Kunden in den USA müssen allerdings noch bis 2020 warten, bis sie einen EQC kaufen können. „Der EQC ist der Mercedes-Benz unter den Elektrofahrzeugen. Bald haben wir noch einige mehr – bis 2022 streben wir mehr als zehn reine Elektro-PKW an“, sagte Källenius. „Wir decken das gesamte Portfolio ab: vom Smart bis zum großen SUV. Die Zukunft ist definitiv elektrisch.“

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CropEnergies: Gewinnrückgang bestätigt

Die ersten Zahlen im neuen Jahr treffen nicht ins Schwarze. CropEnergies vermeldet heute wie erwartet einen Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn ist um 21 Prozent rückläufig. Vorläufige Zahlen hatten die Mannheimer bereits im Dezember vorgelegt.

Steuerbelastung drücken Gewinn

Die Südzucker-Tochter CropEnergies hat im dritten Quartal wegen einer höheren Steuerbelastung weniger verdient als ein Jahr zuvor. Der Überschuss sank von knapp 7,4 Millionen Euro auf knapp 5,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorlage ausführlicher Zahlen mitteilte.

Rohstoffpreise weitere Belastung

Sinkende Absätze sowie höhere Rohstoff- und Energiekosten belasteten das Ergebnis im Quartal, erklärte CropEnergies. Die Ethanolpreise hätten sich dagegen leicht verbessert. Cropenergies litt insbesondere im ersten Halbjahr unter den niedrigen Ethanolpreisen und musste zweimal die Prognose senken. Mitte Dezember zeigte sich das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr (per Ende Februar) jedoch wegen der jüngsten Preiserholung wieder etwas zuversichtlicher. Diese Prognose wurde nun bestätigt.

Kurz & knapp:

Wirecard: Der Spezialist für Mobile Payment treibt die Digitalisierung der Reisebranche voran und ermöglicht digitale Zahlungen für die Mobilitätsplattform Qixxit. Qixxit ist Teil der Deutsche Bahn Digital Ventures GmbH und ist ein intermodales Mobilitätsportal. Qixxit vergleicht sekundenschnell die drei Hauptverkehrsmittel für Reisen – Zug, Fernbus und Flugzeug – in einer Suchanfrage und kombiniert die Verbindungen zu einer zusammenhängenden Reisekette. Dank Wirecard können Kunden Apple Pay als neue Zahlungsmethode für In-App-Payments nutzen. Durch die Integration von Apple Pay bietet Wirecard allen Qixxit-Nutzern mehr Flexibilität bei digitalen Zahlungen. Aktuell nutzen bereits rund 500.000 Nutzer den Service von Qixxit regelmäßig.

Puma: Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für die Aktie des Sportartikelherstellers auf „Buy“ mit einem Kursziel von 600 Euro belassen. Analyst Richard Edwards rechnet beim Sportartikelhersteller mit einem starken Umsatzwachstum im Schlussquartal 2018. Seine Prognose liegt bei 13 Prozent nach 11 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dies schrieb er in einer am Mittwoch vorliegenden Studie.

Tesla: Der Gründer des US-Softwareriesen Oracle, Larry Ellison, hat eine massive private Beteiligung an Tesla offengelegt. Ellison hält über einen Fonds drei Millionen Aktien des Elektroautobauers im aktuellen Gesamtwert von rund einer Milliarde Dollar (0,87 Milliarden Euro). Damit ist der 74-Jährige mit etwa 1,75 Prozent an Tesla beteiligt und nach Firmenchef Elon Musk der zweitgrößte individuelle Aktionär des Unternehmens.

Ellisons Beteiligung ist insofern pikant, dass er erst jüngst als „unabhängiger“ Direktor in Teslas Verwaltungsrat berufen worden war. Das Gremium ist dafür zuständig, Vorstandschef Musk auf die Finger zu schauen, dessen Macht einige Aktionäre und die SEC beschneiden wollen. Ellison hatte zuvor aber schon eingeräumt, dass er in großem Stil Tesla-Aktien besitzt und eng mit Musk befreundet ist. „Forbes“ schätzte Ellisons Vermögen zuletzt auf 57,8 Milliarden Dollar.

Uniper: Die ehemalige Eon-Tochter hat vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT den Zuschlag zum Bau eines Gaskraftwerks mit 300 Megawatt (MW) Kapazität in Irsching bei Ingolstadt erhalten. Uniper wird das Kraftwerk bauen und später auch betreiben. Dies hat TenneT heute bekannt gegeben. Das Kraftwerk soll ab dem 1. Oktober 2022 in besonderen Notsituationen als „Sicherheitspuffer“ in der Stromversorgung bereitstehen. Als sogenanntes „besonderes netztechnisches Betriebsmittel“ wird es nicht dem Markt zur Verfügung stehen, sondern kurzfristig einspringen, wenn die Systemsicherheit gefährdet ist. Der Gesetzgeber verfolgt damit das Ziel, die Zuverlässigkeit des Stromversorgungssystems auch künftig zu gewährleisten.

Von Markus Weingran

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Foto: Taina Sohlman / Shutterstock.com

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