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Dax klettert wieder über 13.000 Punkte – Politische Krisen mahnen zur Vorsicht

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Mit leichten Kursgewinnen beginnt der Tag an der Börse. Überzeugend ist das jedoch nicht. Der Dax hängt weiter in seiner bekannten Handelsspanne fest.

Dax klettert wieder über 13.000 Punkte – Politische Krisen mahnen zur Vorsicht

Dem Dax winkt am Donnerstag eine Erholung von seinen moderaten Vortagsverlusten. Zum Börsenstart notierte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent über dem gestrigen Schlussstand bei rund 13.030 Punkten. Damit setzt sich die jüngste Kursentwicklung des Dax fort: Seit Mitte November ist er in einer mehr oder weniger engen Handelsspanne um die viel beachtete Marke von 13.000 Punkten gefangen.

Gestern hatte die Unsicherheit angesichts der US-Steuerpläne den deutschen Aktienmarkt belastet. Dank des schwachen Euro konnte der Dax am Mittwoch aber anfängliche Verluste von fast 1,5 Prozent deutlich reduzieren, so dass am Ende ein Minus von 0,4 Prozent auf 12.999 Punkte auf der Anzeigentafel stand.

Krisen könnten Stimmung kippen

Aktuell zeige sich das Börsenbarometer unbeeindruckt von der möglichen Eskalation politischer Krisen, schrieb Analyst Timo Emden vom Research-Dienst DailyFX Deutschland. Die Stimmung könnte jedoch schneller kippen als gedacht und dem Dax erneut einen kräftigen Dämpfer verpassen.

Emden verwies auf Nordkorea sowie die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, was auf massive Kritik vor allem in der arabischen Welt stieß. Diplomaten, Politiker und Wissenschaftler sehen darin eine große Gefahr für den Friedensprozess in Nahost.

Wall Street uneinheitlich

Von den Überseebörsen kam am Donnerstag kein Rückenwind für den Dax: In Asien fanden die wichtigsten Handelsplätze zuletzt keine gemeinsame Richtung. An der Wall Street hatten der Leitindex Dow Jones Industrial und der marktbreite S&P 500 ihre anfänglichen Gewinne im Handelsverlauf zum größten Teil wieder abgegeben. Technologiewerte hatten sich dagegen vom jüngsten Rücksetzer etwas erholt.

Der Dow gab letztlich um 0,2 Prozent auf 24.141 Punkte nach. Der S&P 500 kam mit minus 0,01 Prozent auf 2629 Punkten kaum von der Stelle. Der Nasdaq 100 gewann 0,5 Prozent auf 6293 Punkte.

Wirtschaftsdaten könnten Bewegung bringen

Am Morgen hat das Statistische Bundesamt bereits Zahlen zur Gesamtproduktion in Deutschland vorgestellt. Demnach ist die Herstellung des Verarbeitenden Gewerbes im Oktober überraschend um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen. Analysten hatten dagegen mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet. Allerdings ist der Rückgang im Vormonat September mit 0,9 Prozent geringer ausgefallen als bislang geschätzt. Zunächst war eine Schrumpfung um 1,6 Prozent ermittelt worden.

Im weiteren Tagesverlauf könnten noch Daten aus Deutschland aus den USA zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und zu den Konsumentenkrediten für Bewegung am Markt sorgen. Außerdem wird EZB-Chef Mario Draghi in Frankfurt an einer Pressekonferenz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) teilnehmen.

onvista/dpa-AFX
Foto: Deutsche Börse

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