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Dax: Konjunktursorgen bremsen – Bayer rutscht auf tiefsten Stand seit 2012

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Dax: Konjunktursorgen bremsen – Bayer rutscht auf tiefsten Stand seit 2012

Die weltweiten Konjunktursorgen haben den deutschen Aktienmarkt weiter im Griff, auch überraschend gute deutsche Konjunkturdaten konnten dagegen wenig ausrichten. Dennoch hielt sich der Dax immerhin deutlich besser als die wichtigen Aktienindizes in den USA und insbesondere in Asien. Nach einem verhaltenen Start verhalf das unerwartet gestiegene Ifo-Geschäftsklima dem Leitindex zwischenzeitlich ins Plus. Gegen Mittag notierte der Dax aber wieder 0,14 Prozent tiefer bei 11.348,07 Punkten, nachdem er drei Tage in Folge nachgegeben hatte.

Kommt die Rezession?

Seitdem die US-Notenbank Fed am Mittwoch angekündigt habe, die Zinsen im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr zu erhöhen, mache die Angst vor einer Rezession die Runde, schrieb Analyst Christian Henke vom Broker IG. Die Experten der Schweizer Bank Credit Suisse betonten die schwachen Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und den USA vom Freitag – vor allem erstere hätten den Anlegern auf den Magen geschlagen.

Raus aus den Aktien?

Derweil senkten die Anlagestrategen der UBS nach der starken Kurserholung seit den Tiefs im Dezember den Aktienanteil in ihrem Modellportfolio und raten zu Gewinnmitnahmen. Globale Aktien hätten in US-Dollar gerechnet bereits fast wieder ihren Höchststand erreicht, schrieben die Experten um Jon Gordon in einer aktuellen Studie.

Damit seien mögliche Triebfedern wie ein weltweiter Wirtschaftsaufschwung und eine Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA bereits größtenteils vorweg genommen worden. Obendrein habe die US-Notenbank zwar mit einer moderateren Zinspolitik überrascht, der Markt preise aber sogar eine Leitzinssenkung ein, heißt es weiter.

Analysten werten Bayer ab

Weitere zurückhaltende Analystenkommentare haben die Bayer-Aktien am Montag mit über zwei Prozent in den Dax-Keller und damit auf das niedrigste Niveau seit Juli 2012 gedrückt. Seit der Schlappe in einem Prozess rund um die Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup in der Vorwoche brachen die Papiere damit um fast 18 Prozent ein.

Unter anderem die US-Investmentbank Merrill Lynch strich ihre Kaufempfehlung für die Titel des Pharma- und Agrarchemiekonzerns. Auch Experte David Evans vom Investmenthaus Kepler Chevreux meldete sich mit der Einstufung „Halten“ zurück, nachdem er vor der kurzen Aussetzung seiner Bewertung noch ein Kaufvotum vergeben hatte. Bereits in der Vorwoche hatten fünf Analysten ihren Daumen gesenkt.

Bayer-Chef Werner Baumann hingegen verteidigt den milliardenschweren Kauf des umstrittenen US-Saatgutkonzerns Monsanto gegen die zunehmende Kritik. In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) sagte Baumann, dass „der Monsanto-Kauf eine gute Idee war und ist“.

Jahres-Chart Bayer

FMC dank Commerzbank wieder im Erholungsmodus

Auf der Gewinnerseite führt derweil Fresenius Medical Care mit einem Kursanstieg um mehr als anderthalb Prozent den Dax an. Eine Kaufempfehlung der Commerzbank hatte am Montag ein deutliches Kursplus beschert. Damit starteten die Aktien des Dialysespezialisten abermals einen Versuch, den charttechnischen Widerstand um 70 Euro hinter sich zu lassen, nachdem die Erholung zuletzt ins Stocken geraten war. Analyst Oliver Metzger begründete die Hochstufung damit, dass die verbesserte Geschäftsdynamik und die guten Aussichten noch nicht ausreichend eingepreist seien.

Wacker Chemie

Wacker Chemie war mit über drei Prozent Minus Schlusslicht im MDax. Die britische Investmentbank HSBC rät nicht mehr zum Kauf der Aktie. Die chinesische Billigkonkurrenz beim Solarindustrierohstoff Polysilizium mache dem Spezialchemiekonzern weiter zu schaffen, hieß es zur Begründung.

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OnVista/dpa-AFX

Foto: anathomy / Shutterstock.com

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