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Dax: Leitindex fängt sich – Quartalszahlen im Fokus – Autobranche erholt sich, VW und Daimler im Plus

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Dax: Leitindex fängt sich – Quartalszahlen im Fokus – Autobranche erholt sich, VW und Daimler im Plus

Nach einem sehr schwachen Wochenbeginn mit einem Verlust von über anderthalb Prozent hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag wieder etwas gefangen. Bis zum frühen Nachmittag gewann der Leitindex Dax an einem von der Berichtssaison geprägten Tag 0,5 Prozent und notiert derzeit bei 11.950 Punkten.

Nach der Eskalation im Handelskrieg mit China war US-Präsident Donald Trump zuletzt wieder etwas zurückgerudert. Er hat nach eigenen Angaben noch nicht über eine weitere Verschärfung der Gangart entschieden. Am Rande des Gipfels der großen Industrieländer (G20) Ende Juni im japanischen Osaka wolle er mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping reden, sagte Trump.

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Die Experten der Helaba fürchten jedoch, dass insgesamt davon ausgegangen werden, dass der Streit noch längere Zeit für Unsicherheiten an den Märkten sorgen werde. Nach den starken Verlusten gestern seien jetzt erst einmal Schnäppchenjäger unterwegs, sagte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Bayer erneut unter Druck

Neben der fortschreitenden Berichtssaison stehen vor allem Agrarchemiekonzern Bayer im Fokus der Anleger. Die Leverkusener müssen nach einer weiteren Gerichtsschlappe im US-Glyphosat-Prozess deutliche Kursverluste von zuletzt über zwei Prozent hinnehmen. Im Tief waren sie mit 53,65 Euro auf den tiefsten Stand seit 2012 gerutscht. Die Geschworenen-Jury des zuständigen Gerichts in Kalifornien hatte Bayer zu Schadenersatz von über zwei Milliarden US-Dollar an die beiden Kläger, ein Rentnerehepaar, verurteilt. Dieses macht das Unkrautvernichtungsmittel Roundup der Bayer-Tochter Monsanto mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat für seine Krebserkrankungen verantwortlich.

Berichtsaison im vollen Gange

Im Dax legten mit dem Versicherer Allianz , dem Industriekonzern Thyssenkrupp und dem Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA gleich drei Konzerne Quartalszahlen vor.

Nach Kursverlusten im vorbörslichen Handel zeigt sich die Thyssen-Aktie von ihrer unentschlossenen Seite. Nach längerem Hoch und Runter steht sie derzeit bei einem Wert von 13,15 Euro mit einem minimalen Plus von 0,04 Prozent. Der Industrie- und Stahlkonzern hatte im zweiten Geschäftsquartal rote Zahlen geschrieben. Am Vortag waren die Anteile um fast neun Prozent gefallen und hatten damit einen Teil der Kurs-Rally vom Freitag im Zuge der Ankündigung des Strategieschwenks abgegeben.

Die Quartalszahlen von Merck seien in die Kategorie „durchwachsen bis schlechter als erwartet“ einzuordnen, sagte ein Händler. Die Anteile büßten 2,36 Prozent ein.

Geringere Schäden durch Stürme und andere Naturkatastrophen bescherten Europas größtem Versicherer Allianz zum Jahresauftakt einen überraschend starken Gewinnschub beschert. Das gefiel den Anleger und die  Aktien legten in der Folge um 1,27 Prozent zu.

Erholungskurs in der Autobranche

Automobilaktien erholten sich nach ihrer Vortagesschwäche. Volkswagen gewannen 1 Prozent. Die Pläne der Wolfsburger, die Lkw-Sparte Traton noch vor der Sommerpause an die Börse bringen, wertete ein Händler positiv. Noch besser lief es für Daimler: Die Stuttgarter sichern sich aktuell den zweiten Dax-Platz und verbuchen Gewinne von 1,6 Prozent.

Starke MDax-Werte

Im MDax der mittelgroßen Werte legten die Aktien des Wirkstoffforschers Evotec nach Zahlen um 5,5 Prozent zu. Auch der Dünger- und Salzkonzern K+S veröffentlichte am Dienstag seine Zahlen und kletterte starke 3,9 Prozent nach oben.

Nordex weitet Verluste aus

Auch die Papiere von Windkraftkonzern Nordex konnten sich im SDax nicht für eine Richtung entscheiden. Die anfangs sehr hohen Verluste wurden zunächst wett gemacht, derzeit stehen die Papiere aber wieder 1,2 Prozent tiefer. Das erste Quartal der Hamburger entspreche bei allen wichtigen Leistungskennziffern den Erwartungen, sagte ein Analyst. Angesichts des bestätigten Ausblicks dürfte sich an den Markterwartungen nichts ändern.

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onvista/dpa-AFX

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