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Dax: Leitindex kräftig im Minus – Die Sorgen werden wieder größer

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Dax: Leitindex kräftig im Minus – Die Sorgen werden wieder größer

Die Aktie von Vonovia hat nach den Zahlen wirklich tapfer versucht sich gegen den Trend zu stemmen und konnten sich wenigstens zu Handelsbeginn im Plus halten. Die Sorgen um eine weitere Eskalation im Zoll-Streit zwischen den USA und China haben sich dann am Markt immer mehr durchgesetzt und mit Vonovia ist dann auch  “der letzte Mohikaner“ im Dax ins Minus abgedreht.

Das Bild ist wirklich nicht schön

Der deutsche Leitindex fällt am Donnerstag erstmals seit zwei Jahren unter die Marke von 11.000 Punkten und notierte in der Spitze 2,8 Prozent schwächer bei 10.884 Zählern. Der EuroStoxx50 markiert mit einem Abschlag von 2,6 Prozent ebenfalls ein Zwei-Jahres-Tief. Deutlich bergab ging es auch an den asiatischen Märkten. „Mit der Verhaftung der Huawei-Managerin stehen neue Fragezeichen hinter den Handelsgesprächen zwischen den USA und China“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC. „Die Chinesen werden diese Verhaftung als Provokation werten.“

Jahresendrally fällt dieses Jahr aus?

Aus Sicht von Marktanalyst Salah Bouhmidi vom Broker DailyFX könnte der Traum von einer Jahresendrally nun geplatzt sein. „Die Risiken nehmen nicht ab, ganz im Gegenteil. Die Angst im Markt ist wieder groß.“ Der Dax hat seit Jahresbeginn mehr als 13 Prozent an Wert verloren. Zuletzt machten Sorgen vor einer Abkühlung der US-Konjunktur Anlegern zu schaffen, da einige Anleihen mit kurzen Laufzeiten in den USA mehr Rendite abwerfen als solche mit langen Laufzeiten. Dies wird von Experten oft als Rezessionssignal gewertet. Zuletzt war der Abstand zwischen langfristigen und kurzfristigen Anleihen so gering während der Finanzkrise.

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Verstoß gegen Iran Sanktionen

Meng Wanzhou, die Finanzchefin des chinesischen Netzwerkausrüsters und Smartphone-Herstellers, wurde in Kanada festgenommen und muss nun mit einer Auslieferung in die USA rechnen. Ihr wird einem Medienbericht zufolge vorgeworfen, gegen Sanktionen verstoßen zu haben, die die USA gegen den Iran verhängt hatten. Anleger spekulieren nun darauf, dass der Huawei-Fall die Spannungen zwischen den USA und China neu anheizt. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatten gerade erst am Rande des G20-Gipfels in Argentinien eine 90-tägige Atempause in dem seit Monaten schwelenden Konflikt über höhere Zölle vereinbart. Die Festnahme und eine mögliche Auslieferung könne alle Vereinbarungen von Buenos Aires wieder hinfällig machen, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets.

Bei den Eizelwerten tun sich auch Abgründe auf

Vor allem Technologie- und Autowerte bekommen heute die Verunsicherung zu spüren. Im Dax verloren WireCard und Infineon 4,2 und 3,5 Prozent, Dialog Semiconductor notierten im TecDax 3,5 Prozent schwächer. Der Huawei-Zulieferer STMicro gab 4,3 Prozent, der Index für die Technologiebranche 3,1 Prozent nach. Dem Negativtrend entziehen konnten sich Ericsson und Nokia. Die Aktien der schwedischen und finnischen Netzwerkausrüster kletterten wegen der negativen Nachrichten rund um ihren größten Konkurrenten Huawei zeitweise um 1,9 und 1,3 Prozent in die Höhe.

Daimler auf 5-Jahres-Tief

Bei den Autowerten fielen Daimler-Aktien auf den tiefsten Stand seit Juni 2013. In der Spitze verloren sie 4,2 Prozent auf 47,91 Euro. Papiere von BMW und Volkswagen gaben jeweils mehr als zwei Prozent nach. An der Börse in Paris rutschten die Titel von Peugeot und Renault sowie die der Zulieferer Valeo und Faurecia rund zweieinhalb Prozent ab. Die Autobauer hatten schon in den vergangenen Wochen besonders empfindlich auf die Handelsstreitigkeiten reagiert, da für sie der Export nach China und in die USA sehr wichtig ist.

Deutsche Bank deutlich unter 8 Euro

Auch der Kurs des größten Deutschen Finanzinstituts erreicht heute einen neuen historischen Tiefstand. Es gehört schon fast dazu, dass die Deutsche Bank an schwachen Tagen zu den schwwächsten Werte im Leitindex gehört.

Von Markus Weingran

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Foto: Sebastian Kaulitzki / Shutterstock.com

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