Dax parkt unter 14.000 Punkten – HeidelbergCement und Infineon profitieren von Analystenstimmen, Shop Apotheke hebt ab

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Die Diskussion um eine weitere Verschärfung der Coronavirus-Beschränkungen setzt den Börsen erneut zu.

Dax parkt unter 14.000 Punkten – HeidelbergCement und Infineon profitieren von Analystenstimmen, Shop Apotheke hebt ab

Der Dax schloss am Dienstag knapp im Minus bei 13.925,06 Punkten. Der EuroStoxx50 bröckelte auf 3614,04 Zähler ab. An der Wall Street kam der US-Standardwerteindex Dow Jones ebenfalls kaum vom Fleck.

Größere Kurs-Rückschläge seien nicht zu erwarten, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Denn ein Ende der ultra-lockeren Geldpolitik der Notenbanken zur Abfederung der Pandemie-Folgen sei bislang nicht in Sicht. Mut mache Investoren außerdem die Aussicht auf zusätzliche staatliche Konjunkturprogramme in den USA, sagten Börsianer. Dies könnte der gesamten Weltwirtschaft Rückenwind geben.

Bitcoin auf Erholungskurs – Pfund im Aufwind

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Bitcoin verteuerte sich nach einer Achterbahnfahrt bis zum Abend um zwei Prozent auf 34.655 Dollar, nachdem die virtuelle Währung in den vergangenen Tagen um etwa 30 Prozent abgestürzt war. Der Kryptowährungsmarkt sei weiterhin gespalten, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. „Kritiker dürften sich bestätigt fühlen, während mutige Spekulanten erneut Engagements tätigen.“

Das Pfund Sterling stieg dagegen um bis zu 0,8 Prozent auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 1,1208 Euro. Auslöser der Käufe seien die jüngsten Aussagen des Notenbank-Chefs Andrew Bailey, sagte Neil Jones, Chef-Devisenhändler der Mizhuo Bank. Mit dem Hinweis, dass negative Leitzinsen eine Menge Probleme mit sich brächten und den Geschäftsbanken schadeten, habe Bailey den Spekulationen auf weitere Zinssenkungen der Bank von England (BoE) einen Dämpfer gegeben.

Rohöl war ebenfalls gefragt. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee stieg um 1,6 Prozent auf 56,56 Dollar je Barrel (159 Liter). Saudi-Arabien sorge mit seinen freiwilligen zusätzlichen Produktionskürzungen dafür, dass die Nachfrage über dem Angebot verharre, sagte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Den europäischen Öl- und Gasfirmen verhalf dies zu einem Kursplus von durchschnittlich 0,8 Prozent.

HeidelbergCement und Infineon profitieren von Analystenstimmen

Unternehmensnachrichten waren darüber hinaus rar. Von Analystenurteilen bewegt wurden HeidelbergCement mit plus 1,91 Prozent und Infineon mit plus 3,19 Prozent. Die Bank of America empfiehlt nun die bislang mit „Neutral“ bewerteten Aktie des Heidelberger Baustoffherstellers zum Kauf. Die Deutsche Bank äußerte sich nach positiven Zwischenberichten aus der Halbleiterbranche optimistisch zu den Aktien des Chipherstellers Infineon und setzte das Kursziel auf 40 Euro hoch.

Die Aktien der Versorger RWE und Eon zählten zu den schwächsten Werten im Dax mit Abschlägen von 2,85 beziehungsweise 2,33 Prozent.

Shop Apotheke hebt ab

Die Anteile von Shop Apotheke sprangen um 8,66 Prozent hoch und waren damit Spitzenreiter im Index der mittelgroßen Werte. Die Bank of America nahm die Bewertung der Aktien mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 200 Euro auf. Die Online-Apotheke biete eine attraktive Investitionsmöglichkeit in einen der letzten Einzelhandelsbereiche, der noch in den Kinderschuhen stecke, schrieb Analyst Benjamin Lacaille.

Online-Apotheken: Mehr Analysten fassen Shop Apotheke und Zur Rose ins Auge - E-Rezept und Digitalisierung der Branche versprechen hochinteressante Wachstumsstory

Glücksspiel-Anbieter gefragt – US-Bilanzsaison naht

In Stockholm stiegen die Titel von Kindred zeitweise um knapp neun Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 106,50 Kronen. Ersten Berechnungen zufolge vervierfachte sich der operative Gewinn des Glücksspiel-Anbieters im abgelaufenen Quartal auf umgerechnet 129 Millionen Euro. Die Zahl der aktiven Nutzer habe mit 1,78 Millionen ein Rekordhoch erreicht.

Die Papiere der Großbanken Citigroup, JPMorgan und Wells Fargo gewannen an der Wall Street bis zu 3,7 Prozent. Die Großbanken läuten mit ihren Geschäftszahlen am Freitag die US-Bilanzsaison ein. „Die entscheidende Frage wird sein, wie viel zusätzliches Geld sie für Kreditausfälle beiseitelegen werden“, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Interessant werde auch, ob einige Geldhäuser Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe wieder aufnähmen.

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Titelfoto: Imagentle / Shutterstock.com

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