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Dax schreckt vor Rekordhoch noch zurück - RWE sorgt für Gesprächsstoff, Medigene geht durch die Decke

dpa-AFX
Dax schreckt vor Rekordhoch noch zurück - RWE sorgt für Gesprächsstoff, Medigene geht durch die Decke

Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax vor seinem Rekordhoch zurückgescheut. Der Leitindex konnte am Freitag seine zwischenzeitlichen Gewinne nicht behaupten und schloss 0,09 Prozent tiefer bei 13 483,31 Punkten. Zeitweise hatten dem Leitindex nur etwa 50 Punkte zur Bestmarke von 13 596 Zählern gefehlt, die vom Januar 2018 datiert. Die Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran stützte den Markt derweil weiter.

Auf Wochensicht schaffte der Dax einen Gewinn von 2 Prozent. Der Leitindex spiegele insgesamt die Zuversicht der Anleger für das noch junge Börsenjahr wider, sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel hatte sich am Freitag sogar bis auf wenige Punkte dem bisherigen Rekordhoch von 28 643 Punkten genähert, bevor er ins Minus rutschte und 0,29 Prozent auf 28 470,89 Punkte verlor.

Während die Sorgen um das Säbelrasseln mit dem Iran abflauen, richten sich die Blicke auch weiter optimistisch auf den anderen Streitpartner der USA. In der kommenden Woche soll eine Teileinigung im Handelsstreit mit China unterzeichnet werden. Vizepremier Liu He reist deshalb Anfang nächster Woche nach Washington. Diese Ankündigung gilt als erste offizielle Bestätigung von chinesischer Seite.

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Die am Nachmittag vorgelegten US-Arbeitsmarktdaten für Dezember hatten derweil den deutschen Markt kaum bewegt, wenngleich sie schwächer ausgefallen waren als gedacht. "Der Arbeitsmarkt ist in einer robusten Verfassung, ungeachtet der konjunkturellen Schwäche im verarbeitenden Gewerbe", sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba.

Auf Unternehmensseite sorgte vor allem RWE für Gesprächsstoff. Die Hoffnung auf eine hohe Entschädigung für den Kohleausstieg trieb die Aktien an der Dax-Spitze um 6,4 Prozent nach oben. Der Versorger dürfte bis zu zwei Milliarden Euro erhalten, schrieb die "Rheinische Post" unter Berufung auf Parteikreise.

Den Anlegern des Anlagenbauers Dürr spielte eine Kaufempfehlung der französischen Bank Societe Generale wegen verbesserter Perspektiven für die Profitabilität in die Karten. Die Papiere gewannen gut 6 Prozent und hatten damit im MDax die Nase vorn.

Das auf die Entwicklung von Krebstherapien spezialisierte Biotechunternehmen Medigene hatte einen Studienerfolg bei einem Impfstoff gegen eine Form von Leukämie erzielt. Dessen Anteilscheine schnellten um fast 35 Prozent in die Höhe.

Der EuroStoxx 50 verlor 0,17 Prozent auf 3789,52 Punkte. Im Gegensatz zum Dax ist der Leitindex der Eurozone noch meilenweit von Rekordsphären entfernt. Die Börsen in Paris und London verzeichneten ebenfalls geringe Verluste. Der New Yorker Dow Jones Industrial hatte am Freitag erstmals in seiner Geschichte die runde Marke von 29 000 Punkten übersprungen und lag zum europäischen Handelsschluss leicht im Minus.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen gaben etwas nach. Die Umlaufrendite stieg im Gegenzug von minus 0,25 Prozent am Vortag auf minus 0,24 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 143,75 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,01 Prozent auf 171,40 Zähler vor.

Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1091 (Donnerstag: 1,1110) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9016 (0,9001) Euro./la/he


Von Lutz Alexander, dpa-AFX

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