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Dax: So macht das keinen Spaß – Deutsche Bank dreht nach neuem Tiefpunkt ins Plus

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Dax: So macht das keinen Spaß – Deutsche Bank dreht nach neuem Tiefpunkt ins Plus

Sehr negative Vorgaben der US-Börsen sowie pessimistische Brexit-Spekulationen haben deutsche Aktien zur Wochenmitte belastet. Der Dax fällt zur Mittagzeit um 0,78 Prozent auf 11 246,52 Punkte. Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen beinhaltet, verlor 0,5 Prozent auf 23 275,39 Zähler. Der SDax liegt 0,96 Prozent im Minus und der TecDax gibt sogar über ein Prozent ab. Die Anleger bleiben skeptisch, dass sich die politischen Probleme zum Guten für die Aktienmärkte auflösen.

Brexit-Abstimmung geht in die heiße Phase

Vor Beginn der fünftägigen Debatte über den EU-Austritt Großbritanniens hatte das britische Parlament der Regierung eine empfindliche Niederlage bereitet. Die Abgeordneten entschieden, dass die Regierung die Rechte des Parlaments missachtet hat. Für Premierministerin Theresa May ist dies ein weiterer Rückschlag. Ohnehin werden ihr nur geringe Chancen zugestanden, eine Mehrheit für ihr Abkommen bei der geplanten Abstimmung am 11. Dezember im Parlament zu erreichen. Die Spekulationen rund um die Abstimmung schließen mittlerweile auch wieder einen Exit vom Brexit mit ein.

Abwarten, die Schnäppchen kommen noch„Cash is King“, stellte Barclays-Marktstratege Emmanuel Cau fest. Im eigentlich guten Aktienmonat Dezember scheine niemand wirklich an eine Jahresendrally zu glauben. Die anhaltende „Flucht in Sicherheit“ und entsprechend niedrige Aktienquote biete mit Blick auf die kommenden Monate jedoch besonders gute Chancen.

Versicherer nicht gefragt heute

Aus Branchensicht stehen vor allem die Papiere der Versicherer unter Verkaufsdruck. Händler führen die Einbußen insbesondere auf die niedrigen Zinsen bei länger laufenden Anleihen am US-Bondmarkt zurück. Allianz-Papiere liegen mit einem Abschlag von 2,1 Prozent fast am Dax-Ende. Die Kurse von Munich Re, Hannover Rück und Talanx geben zwischen 1,1 und 1,6 Prozent nach.

Autobauer im Plus

Recht positiv werten Börsianer das Treffen der deutschen Autobosse mit US-Präsident Trump und weiteren Vertretern der US-Regierung am Vortag. „Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, um die Autozölle zu vermeiden“, sagte Volkswagen-Chef Herbert Diess. VW, Daimler und BMW wollen mit hohen Investitionen in den USA die Autozölle für US-Importe aus Europa verhindern. Die Aktien der drei Fahrzeughersteller gehören mit Kursgewinnen zwischen 0,5 und 1,4 Prozent zu den attraktivsten Dax-Werten.

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Kapitalmarkttag beflügelt Bayer

Noch besser läuft es für die Aktien des Pharma- und Agrarchemiekonzerns aus Leverkusen. Sie erholen sich im Handelsverlauf von ihren Anfangsverlusten und notieren als Dax-Spitzenreiter über 1 Prozent im Plus. Finanzvorstand Wolfgang Nickl stellte weitere Dividendenerhöhungen und mögliche Aktienrückkäufe in Aussicht. Zudem will der Pharma- und Agrochemiekonzern nach der Monsanto-Übernahme sein Umsatz- und Gewinnwachstum bis zum Jahr 2022 beschleunigen und die hohe Verschuldung abbauen.

Deutsche Bank dreht auch ins Plus

Die Aktien des größten deutschen Finanzinstituts markierten im heutigen Handels zunächst einen neuen Tiefpunkt bei 7,869 Euro. Danach zogen die Wertpapiere allerdings wieder an und liegen mittlerweile wieder über 8 Euro. Es gibt Gerüchte, dass sich die Deutsche Bank mit der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen der umstrittenen „Cum-Ex“-Geschäfte geeinigt habe.

FMC greift in China zu

Der Dialysespezialist baut sein Engagement zur Behandlung von Nierenkranken auf dem wichtigen Markt China aus. FMC habe eine 70-prozentige Beteiligung am Unternehmen Guangzhou KangNiDaiSi Medical Investment erworben, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in Bad Homburg mit. KangNiDaiSi baue drei Dialysezentren in den Städten Guangzhou und Zhaoqing im Südosten der Volksrepublik. Ein geplantes viertes Zentrum in Guangzhou ist geplant. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

FMC habe ferner die Mehrheit an den Gesundheitsfirmen Henan Aishen und Aishen Beijing erworben, die derzeit 13 Dialysezentren und ein Nierenzentrum errichteten. Das Kliniknetz werde dann die Provinzen Hainan, Henan, Guangdong und Shandong abdecken. Die Expansion in weitere Provinzen sei geplant. Ferner habe FMC eine Beteiligung von 60 Prozent an Daqing Kangda Dialysezentrum in der Provinz Heilongjiang im Nordosten Chinas erworben.

Die Zukäufe seien „wichtige strategische Schritte“ für FMC in China, sagte Vorstandschef Rice Powell. Dort litten mehr als 120 Millionen Menschen an chronischen Nierenerkrankungen. Als zweitgrößter Markt für Dialyseprodukte sei die Volksrepublik ein Wachstumsmarkt. Die Aktie profitiert von der Nachricht vorerst nicht. Sie liegt etwa 0,7 Prozent im Minus.

3 Dax-Werte im Einzelcheck: Conti, BASF und FMC – Com’on – Der Börsenpodcast

RTL durch hohe Investitionen belastet.

Dagegen fielen die RTL-Aktien um bis zu 4,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit mehreren Jahren. Zuletzt wurden sie 2,4 Prozent niedriger gehandelt. Ein Händler führte die Kursverluste auf die angekündigten hohen Investitionen des Medienkonzerns zurück.

Analysten-Studien sorgen für weitere AusschlägeDa die Nachrichtenlage von Unternehmensseite relativ dünn ist, rücken die Einschätzungen der Experten in den Vordergrund und bewegen die Aktienkurse. So stufte die US-Bank JPMorgan die Fraport-Aktien von „Overweight“ auf „Underweight“ ab und senkte ihr Kursziel von 95 auf 70 Euro. Die Fraport-Papiere verbilligen sich um 2 Prozent.

Osram-Titel büßten 1,7 Prozent ein, nachdem die US-Investmentbank Morgan Stanley sie von „Overweight“ auf „Equal-weight“ abgestuft hatte.

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