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Dax trotz G7-Debakel stabil - Italienisches Euro-Bekenntnis gibt Rückenwind - Deutsche Post macht starke Verluste 

dpa-AFX
Dax trotz G7-Debakel stabil - Italienisches Euro-Bekenntnis gibt Rückenwind - Deutsche Post macht starke Verluste 

Die Anleger haben zum Wochenbeginn gelassen auf den gescheiterten G7-Gipfel reagiert. Der Dax kletterte um 0,60 Prozent auf 12.842,91 Punkte, obwohl Beobachtern zufolge die Gefahr eines Handelskrieges mit dem G7-Treffen zugenommen haben dürfte. "Die Erwartungen an diese Veranstaltung waren außerordentlich niedrig", sagte Analyst Neil Wilson vom Broker Markets.com. Dem entsprechend verhalten seien nun die Reaktionen an den Finanzmärkten gewesen.

Das italienische Bekenntnis zum Euro werteten die Börsianer sehr positiv für die Aktienmärkte. Der neue italienische Finanzminister Giovanni Tria garantiert Italiens Zukunft im Euro: "Die Position der Regierung ist eindeutig und einhellig. Ein Euro-Austritt kommt nicht in Frage", sagte der Wirtschaftsprofessor der Zeitung "Corriere della Sera". Italiens Anleihen und der Euro legten daraufhin zu. Mit einem Plus von 3,42 Prozent ging es für den italienischen Leitindex FTSE MIB besonders deutlich nach oben.

Gewinner des Tages

Von den positiven Nachrichten aus Italien profitierten insbesondere die Aktien von Banken. Titel der Commerzbank stiegen um 3,45 Prozent an die Dax-Spitze. Papiere der Deutschen Bank legten um 1,29 Prozent zu. Zuvor hatten die Turbulenzen bei der Regierungsbildung in Italien die europäische Bankenbranche belastet.

Verlierer des Tages

Dax-Schlusslicht waren die Aktien der Deutschen Post mit minus 3,08 Prozent. Die Investmentbank HSBC hegt nach der jüngsten Gewinnwarnung des Bonner Logistikkonzerns Zweifel an dessen mittelfristigen Plänen. Die Kaufempfehlung wurde zurückgenommen und das Kursziel um ein Viertel gekappt. Aktien von Daimler gaben um 0,87 Prozent nach, da die Vorwürfe der Abgasmanipulation noch nicht vom Tisch sind. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) verlangt von Vorstandschef Dieter Zetsche Klarheit. Die "Bild am Sonntag" hatte berichtet, das Kraftfahrzeugbundesamt habe fünf "unzulässige Abschaltfunktionen" bei Modellen von Daimler entdeckt. Fast eine Million Fahrzeuge sollen betroffen sein. Anteile der Deutschen Börse litten unter einer Abstufung durch Morgan Stanley und gaben um 1,49 Prozent nach.

Der Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen MDax stieg um 0,19 Prozent auf 26.711,94 Punkte, während der TecDax sogar um 1,38 Prozent auf 2.843,91 Zähler vorrückte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,95 Prozent auf 3480,22 Punkte. Der Pariser CAC-40 und der Londoner FTSE 100 schlossen ebenfalls freundlich. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Börsenschluss moderat im Plus. 

Gipfeltreffen von Trump und Un 

Der morgige Tag wird dürfte vom amerikanisch-nordkoreanischen Zusammentreffen geprägt sein. Nach jahrzehntelangen Feindseligkeiten wollen die USA und Nordkorea einen Neuanfang wagen. Beim ersten Gipfel zwischen beiden Ländern überhaupt treffen Präsident Donald Trump und der kommunistische Machthaber Kim Jong Un in Singapur aufeinander. Im Fokus wird die Frage stehen, ob Kim nach vielen gescheiterten Versuchen zur Aufgabe des nordkoreanischen Atomprogramms bewegt werden kann. Dabei steht Trump nach dem Eklat auf dem G7-Gipfel in Kanada unter zusätzlichem Erfolgsdruck.

Foto: Christian Colista / Shutterstock.com

CHe 

OnVista/dpa-AFX

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22.06.2018, 16:41, Xetra

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