Dax: Zinssorgen ziehen den Markt erneut in die Tiefe – 200-Tage-Trend rückt wieder in den Fokus

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)

Aktienanleger bleiben angesichts der erwarteten geldpolitischen Straffungen in den USA nervös. Nach der jüngsten Stabilisierung startete der Dax am Freitag mit deutlichen Verlusten in den Tag. Im Sog weltweit nachgebender Aktienbörsen sank er gegen Ende der ersten Handelsstunde um 1,56 Prozent auf 15 664,45 Punkte. Der MDax büßte 1,47 Prozent auf 33 834,53 Zähler ein.

An den beiden Vortagen hatte sich der Dax nur kurz etwas Luft verschafft. Mit dem Rückschlag sackte er wieder unter einige wichtige mittelfristige Unterstützungen, die aktuell im Bereich von 15 600 bis 15 900 Punkten eng beisammen liegen. Nun droht auch der langfristig relevante 200-Tage-Durchschnitt in Gefahr zu geraten, der aktuell am unteren Rand dieser Spanne verläuft. Im letzten Jahresviertel 2021 war der Dax dreimal unter diesen wichtigen Indikator gefallen, hatte die Marke aber jeweils rasch zurückerobert. Ob es auch dieses Mal so kommen würde, bleibt angesichts der deutlichen Stimmungseintrübung am Aktienmarkt abzuwarten.

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„Der Dax folgt erneut der schwachen Wall Street“, kommentierte der CMC-Markets-Experte Jochen Stanzl. Schon in New York war es nach einer anfänglichen Erholung wegen der Erwartung einer strafferen Geldpolitik deutlich bergab gegangen. Asiens Börsen waren diesem Trend gefolgt. Gerade auf dem Tech-Bereich, einem bislang wichtigen Zugpferd in der Corona-Pandemie, lastet die Aussicht auf steigende Zinsen.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: H-AB Photography / Shutterstock

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