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Deutsche Bank: Verdacht der Indiskretion im Aufsichtsrat ++ Wirecard: Neuer FT-Bericht ++ Levi Strauss: Zurück an der Börse

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Deutsche Bank: Verdacht der Indiskretion im Aufsichtsrat ++ Wirecard: Neuer FT-Bericht ++ Levi Strauss: Zurück an der Börse

An den Aktienmärkten dürfte heute wieder einiges los sein. Nach der FED-Entscheidung am gestrigen Abend, die die Erwartungshaltung der Händler ohne große Überraschung bestätigt hat, konnten sich die Märkte nur kurz aufbäumen und nicht in anhaltende Stabilität übergehen. Für Wirbel sorgen dürften erneut die Dauerbrenner Wirecard, die deutschen Banken, der EU-Gipfel, sowie einige deutsche Unternehmenszahlen.

HeidelbergCement will Dividende erhöhen

Auf der Unternehmensseite steht im Dax der Baustoffkonzern HeidelbergCement im Blick, der nach einem Gewinnplus mehr an seine Aktionäre ausschütten will. Vorbörslich ging es auf Tradegate bereits um etwas mehr als 2 Prozent runter. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen. Zudem bleibt Bayer Thema, nachdem die Aktie am Vortag infolge einer Schlappe in einem Glyphosat-Prozess um knapp 10 Prozent eingebrochen war.

Detaillierte Jahreszahlen gibt es zudem von Jenoptik. Darüber hinaus berichten TLG Immobilien und der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer. Vorbörslich kräftig im Minus mit fast 10 Prozent standen die Papiere von Hornbach Holding. Die Muttergesellschaft der gleichnamigen Baumarktkette enttäuschte mit ihren Geschäftszahlen. Explodierende Kosten drückten stärker als gedacht auf den Gewinn.

Neuer Wirecard-Bericht in der Financial Times 

Für die Wirecard-Aktie könnte es heute ebenfalls wieder turbulent werden. Die Financial Times hat einen weiteren Bericht veröffentlicht, indem skizziert wird, dass seitens der Management-Ebene in Deutschland mehrere fragwürdige Transaktionen genehmigt worden sind, mit einem Gesamtvolumen von etwa zwei Millionen Euro. Diese Transaktionen, die an ein Unternehmen in Singapur gegangen sind, stehen nun im Fokus der Ermittlungen. Es besteht der Verdacht, dass auch die oberste Führungsebene in Aschheim in diese Vorgänge involviert war.

Deutsche Bank: Maulwurf im eigenen Aufsichtsrat?

Am heutigen Donnerstag trifft sich der Aufsichtsrat der Deutschen Bank, um die Genehmigung der Jahresabschlüsse zu beschließen und um die mögliche Fusion mit der Commerzbank weiter auszuloten. Ein weiteres brisantes Diskussionsthema könnte allerdings ein möglicher Maulwurf innerhalb des Gremiums sein. Die Deutsche Bank hat nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ Ermittlungen aufgenommen, um Informationslecks innerhalb des eigenen Aufsichtsrats ausfindig zu machen, wie n-tv berichtet. Ein Sprecher der Bank bestätigte die Untersuchungen, wollte sich aber nicht zu den Details äußern. Hintergrund sollen unter anderem Vorfälle gewesen sein, bei denen Informationen aus dem Gremium direkt an Medien weitergereicht worden sind.

Levi Strauss kehrt zurück an die Börse

Der Jeans-Hersteller Levi Strauss (Levi’s) sammelt bei seiner Rückkehr an die Börse gut 623 Millionen Dollar an frischem Kapital bei Anlegern ein. Das Unternehmen wird seine Aktien am Donnerstag zum Ausgabepreis von 17 Dollar in den Handel schicken, wie es am Mittwoch in San Francisco mitteilte. Zunächst war eine Preisspanne zwischen 14 und 16 Dollar angepeilt worden. Der Modekonzern wird an der New York Stock Exchange 36,7 Millionen Aktien unter dem Tickerkürzel „LEVI“ listen. Insgesamt wird die Jeans-Ikone beim Börsen-Comeback mit etwa 6,55 Milliarden Dollar bewertet. Levi’s hatte bereits im Jahr 1971 einen Börsengang vollzogen, war jedoch Mitte der 1980er-Jahre wieder privatisiert worden.

EU-Gipfel tagt über Mays Brexit-Verschiebungsantrag

In Sachen Brexit bat die britische Premierministerin Theresa May die Europäische Union um einen Aufschub des Austritts aus der Staatengemeinschaft bis Ende Juni. Die Verschiebung muss einstimmig von den übrigen 27 EU-Ländern gebilligt werden.

Am heutigen Donnerstag werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen EU-Staats- und Regierungschefs versuchen, das Beste aus Mays Bitte zu machen. Dabei dürfte sich eine Debatte über den neuen Wunschtermin entspinnen. Denn aus Sicht der EU-Kommission sind die gewünschten drei Monate Aufschub nur möglich, wenn Großbritannien an der Europawahl Ende Mai teilnähme. Da May das nicht will, müsste die Frist eigentlich vor dem ersten Wahltag 23. Mai enden. Das Brexit-Thema lässt die Anleger also erst einmal nicht los und verunsichert weiter.

Onvista-Redaktion/dpa-AFX/Reuters

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Titelfoto: 360b / Shutterstock.com

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