Deutsche Industrie baut in Krise Jobs ab - Chemiebranche baut auf

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Corona-Krise drückt auf die Beschäftigung in der deutschen Industrie.

Ende November 2020 waren rund 5,5 Millionen Menschen im Verarbeitenden Gewerbes tätig und damit knapp 160.000 oder 2,8 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Oktober veränderte sich das Personal in den Betrieben mit 50 oder mehr Beschäftigten allerdings kaum (-0,1 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahresmonat schrumpfte die Belegschaft in fast allen Wirtschaftsbereichen des Verarbeitenden Gewerbes. Am stärksten sank die Beschäftigtenzahl in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 6,3 Prozent. Es deutliches Minus gab es auch in der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren und im Maschinenbau mit jeweils 4,4 Prozent sowie in der Herstellung von Metallerzeugnissen (-3,8 Prozent), in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (-3,7 Prozent) und bei der Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-3,2 Prozent). Gestiegen ist die Beschäftigtenzahl hingegen in der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (+1,6 Prozent).

Die Auswirkungen der Corona-Krise dämpften auch die Tätigkeit insgesamt, wie die Statistiker erklärten. So sanken die im November 2020 geleisteten Arbeitsstunden im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 Prozent auf 701 Millionen Stunden – "obwohl der November 2020 in elf Bundesländern sogar einen Arbeitstag mehr hatte als der Vorjahresmonat".

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