Devisen: Euro fällt auf gut 1,09 US-Dollar

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag spürbar nachgegeben. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0901 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als im asiatischen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag noch auf 1,1000 Dollar festgesetzt.

Auslöser der Euro-Schwäche war ein auf breiter Front stärkerer US-Dollar. Die amerikanische Währung profitierte von ihrem Status als weltweite Reservewährung, die in unsicheren Zeiten verstärkt nachgefragt wird. Auch der japanische Yen, der ebenfalls als sicherer Anlagehafen gilt, wurde vermehrt angelaufen.

Belastet wurde die Stimmung an den Finanzmärkten durch Wachstumssorgen um China. Zum Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses verzichtete die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auf die Benennung eines Wachstumsziels für dieses Jahr. Das ist ungewöhnlich und nach Worten von Regierungschef Li Keqiang der hohen Unsicherheit wegen der Corona-Pandemie geschuldet. Ökonomen erwarten, dass China in diesem Jahr allenfalls halb so stark wächst wie in den vergangenen Jahren.

Zu den Verlierern am Devisenmarkt zählte der australische Dollar. Australiens Wirtschaft ist stark von der konjunkturellen Entwicklung in China abhängig, einem der wichtigsten Handelspartner des Landes. Außerdem setzte die Ratingagentur Fitch den Ausblick für die Bonität Australiens auf "negativ". Dies entspricht einer Drohung, dem Land seine Top-Note Triple-A zu entziehen.bgf/jkr/stk

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