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Devisen: Euro und türkische Lira legen kräftig zu

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag deutlich zugelegt. Nach einem kurzzeitigen Anstieg über die Marke von 1,17 US-Dollar kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1690 Dollar. Das war fast ein Cent mehr als im Tagestief. Zulegen konnte auch die türkische Lira. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,1620 (Mittwoch: 1,1585) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8606 (0,8632) Euro.

Beflügelt wurde der Euro am Donnerstag von zwei Seiten. Zum einen fielen Inflationsdaten aus den USA überraschend schwach aus. Das dämpfte etwas die Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank. Der Dollar wurde dadurch belastet. Bankvolkswirte sahen jedoch keinen Grund, von ihren Erwartungen abzuweichen: Sie rechnen nach wie vor mit einer weiteren Zinsanhebung der Federal Reserve in diesem Jahr.

Auftrieb erhielt die Gemeinschaftswährung auch durch Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi. Nach der Zinsentscheidung der Notenbank wies Draghi zwar auf konjunkturelle Risiken wie den von den USA ausgehenden Handelsstreit hin. Andere Gefahren wie die Turbulenzen in zahlreichen Schwellenländern relativierte er aber etwas. Zudem stelle die stabile Binnennachfrage im Währungsraum einen Gegenpol zu den wirtschaftlichen Risiken dar.

Noch stärker als der Euro stieg die türkische Lira. Auslöser war eine kräftige Zinsanhebung der türkischen Notenbank. Sie hob ihren wichtigsten Leitzins um 6,25 Punkte auf 24 Prozent an. Das war deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Delikat: Die Notenbank handelte genau entgegengesetzt zur Marschrichtung, die Staatspräsident Erdogan wenige Stunden zuvor eingeschlagen hatte. Er hatte sich erneut für Zinssenkungen ausgesprochen. Dies hatte die Lira, die zum Dollar seit Jahresbeginn knapp 40 Prozent verloren hat, kurzzeitig belastet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89000 (0,89028) britische Pfund, 129,68 (129,13) japanische Yen und 1,1265 (1,1277) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1209,80 (1195,60) Dollar festgesetzt. /bgf/jsl/men

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