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Devisen weekly: FX-Markt im Trade-War-Modus. Powell befreit EUR und unterbricht 1,5-Jahres-Hoch des USD. Yen verliert „Safe Haven“-Status.

HSH NORDBANK
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EUR/USD: Im Vorfeld des G20-Gipfels schaltet der Währungsmarkt in den Risk-Off-Modus. Der US-Dollar konnte in den letzten Handelstagen sowohl gegenüber den G10- als auch den Emerging Markets-Währungen an breiter Front an Stärke gewinnen (s. Grafik unten). Am anschaulichsten bildet der US-Dollar-Index diese Entwicklung ab. Der Index notiert gegenwärtig im Bereich seines 1,5-Jahres-Hochs bei 97,4. EUR/USD konnte sich dieser US-Dollar-Euphorie ebenfalls nicht entziehen und unterschritt am Dienstag (27.11.) die Marke von 1,13. Erst der dovishe Zinsausblick von Fed-Chairman Powell beendete die breite US-Dollar-Euphorie und leitete eine breite Erholung des Euros ein. Die Augen des Währungsmarktes richten sich nun nach Buenos Aires. Der Ausgang des G20-Gipfels indes ist vollkommen offen und hat für den Währungsmarkt richtungsweisenden Charakter. Verhärten sich die Fronten zwischen den USA und China weiter und gelingt keine auch nur vorübergehende Einigung zwischen beiden Wirtschaftsräumen, sollte der US-Dollar bis Jahresende gut unterstützt bleiben. Aus technischer Sicht könnte ein Close unter der Marke von 1,1276 (76,4 % Fibonacci-Level der 1,1216-1,1500 Rallye) einen Fall unter das Jahrestief von 1,1216 hinaus eröffnen. An der heimischen Front konnten die jüngsten Indikatoren ihre hohen Levels verteidigen und rundeten das US-Dollar-bullishe Sentiment ab. Die weitere Daten- und Nachrichtenlage bleibt insgesamt euro-bearish. Auch auf den Termin- und Optionsmärkten bestätigt sich dieses Bild (s. Grafik rechts): Die Euro-Future-Positionen der Non-Commercials und die Risk-Reversals bleiben im negativen Bereich, sind allerdings im November nicht besonders stark angewachsen. Die neuesten CFTC-Positionen am Freitag (30.11.) werden weiter Aufschluss über die Zuflüsse in den US-Dollar-Raum geben.

USD/JPY: Entgegen des bekannten Musters, in Zeiten politischer Spannungen aufzuwerten, handelt der Yen vor dem G20-Gipfel deutlich schwächer. Wir schreiben diese Entwicklung maßgeblich dem Umstand zu, dass der Handelsstreit zwischen China und den USA diejenigen Währungen, welche ein großes Außenhandelsexposure mit China aufweisen, abwerten lässt. Der Yen, wie u.a. auch der Thailändische Baht oder der Koreanische Won, ist hiervon am prominentesten betroffen. Die Korrelation von USD/JPY und USD/CNH ist in den letzten Wochen wieder gestiegen. Generell sollte der Yen im Fahrwasser von einer stärkeren Abwertungsbewegung des Chinesischen Yuan nach dem G20-Gipfel negativ betroffen sein. Grundsätzlich bleibt der Markt auf die 7,00-Marke im USD/CNH als eine Art Maginot-Linie fixiert, dessen Überschreiten steigende Kurse für USD/JPY initiieren würde.


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