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Devisen weekly: Geopolitik kehrt zurück. EUR/USD wieder über 1,23. USD/JPY als Ader des Handelskonflikts. EUR/CHF auf dem Weg zur 1,20

HSH NORDBANK
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EUR/USD: Der Euro geht gestärkt aus der zurückliegenden Handelswoche und notiert gegenwärtig bei 1,23 US-Dollar (+0,9 % zur Vorwoche). Besonders die hawkishen Kommentare verschiedener EZB-Ratsmitglieder beflügelten den Wechselkurs. Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny brachte eine Erhöhung des EZB-Einlagensatzes um 20 Basispunkte (momentan -0,4 %) noch in diesem Jahr ins Gespräch. Der Währungsmarkt reagierte deutlich auf die Äußerungen Nowotnys. EUR/USD stieg von 1,2260 bis auf ein Wochenhoch von 1,2377. Obwohl die EZB die Äußerungen umgehend als nicht repräsentativ dementierte, setzte sich die Euro-Aufwertung fort. Auch enttäuschende europäische Konjunkturdaten, u.a. die Handelsdaten Deutschlands im Februar, hatten keine Auswirkungen auf den Wechselkurs. Für erhöhte Volatilität könnte heute (12.04.) noch das EZB-Sitzungsprotokoll zum März-Meeting sorgen. Hinweise auf das Ende des QE-Programms im September und eine hawkishere Ausrichtung der Notenbankpolitik sollte der Euro positiv aufnehmen. Die deutliche Zunahme der geopolitischen Spannungen im Pulverfass Syrien, hier plant die US-Regierung einen Militärschlag gegen das Assad-Regime und eine offene Konfrontation mit Russland, hat das Momentum für den Euro zunächst gebrochen und dem US-Dollar Zulauf beschert. Eskaliert die Lage im Mittleren Osten weiter, sollten Risk-Off-Assets wie Edelmetalle und der Dollar – trotz der momentanen Vielzahl an bearishen Faktoren für den Greenback – tendenziell profitieren.

USD/JPY: Das Währungspaar oszillierte auf Wochensicht in einer Seitwärtsbewegung und liegt aktuell bei 106,87 (-0,2 % zur Vorwoche). Der Wechselkurs war in den vergangenen Wochen stark von den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China geprägt. Als klassische Risk-Off-Währung sah sich der Yen bei einer Zunahme der Handelsstreitigkeiten, z.B. unmittelbar nach der Ankündigung von Zöllen, einem starken Zulauf entgegen. Gegenwärtig stehen die Zeichen wieder auf Deeskalation im Handelskonflikt. Die konzilianten Worte von Chinas Staatspräsident Xi Jinping bei einer Rede auf dem BOAO-Forum, dem Davos Asiens, halfen dem Dollar und schwächten den Yen. Xi sprach sich für eine weitere Öffnung Chinas aus, stellte geringere Zollschranken für Automobilimporte (aktueller Tarif 25 %) und will den Dienstleistungs-Sektor weiter liberalisieren und für ausländische Firmen zugänglich machen. Zudem brachten die hawkishen Fed-Minutes, welche den bisherigen Status Quo der graduellen Normalisierung und schrittweisen Zinserhöhung bestätigten, sowie die US-Verbraucherpreise für den März (2,1 % YoY) leichte Dollar-Unterstützung. USD/JPY wird in den nächsten Wochen wichtigster Gradmesser für die Entwicklung des Handelskonflikts bleiben.

EUR/CHF: Der Euro hat in den letzten Wochen seine Aufwertung gegenüber dem Schweizer Franken fortgesetzt und notiert momentan bei 1,1855 (+0,5 %). Die geopolitischen Spannungen haben den Franken kaum gestützt. Das Währungspaar setzt seinen Kurs auf die Marke von 1,20, dem Ambitionsniveau vor der Intervention der SNB in 2015, fort. Bis zum September halten wir diese Rückkehr realistisch.

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