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Devisen weekly: USD Währung der Stunde. EUR leicht schwächer. Verliert JPY seinen Safe-Haven-Status? GBP ignoriert politisches Chaos in 10 Downing Street

HSH NORDBANK
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EUR/USD: Das Wechselkurspaar hat eine volatile Woche hinter sich und legt auf Wochensicht leicht zu (+0,23 %). Momentan liegt EUR/USD derzeit bei 1,1680, nachdem der Wechselkurs am Anfang der Woche unterstützt durch positive Euro-Fundamentaldaten (u.a. deutsche Industrieproduktion) noch die 1,18 getestet hatte. Mit der Verschärfung des Handelskonflikts erhielt der US-Dollar deutlichen Zulauf (s. USD/JPY). Der am heutigen Donnerstag (12.07.) veröffentlichten CPI Inflation der USA kommt in der kurzen Frist eine richtungsweisende Rolle zu. Steigt die Teuerung auf oder oberhalb des Konsensus von 2,3 % YoY, würde sich die Erwartung weitere Fed-Zinsschritte verfestigen und der EUR/USD sollte deutlich geschwächt werden. In der nächsten Woche könnte zudem der Eurozone CPI (18.07.) eine starke Marktbewegung auslösen.

EUR/GBP: Das Währungspaar liegt nahezu unverändert zur letzten Woche bei 0.883. Der Verlauf in dieser Woche war, gemessen an den vorherigen Monaten jedoch geradezu turbulent. Nachdem Theresa May am Freitag einen Entwurf zur zukünftigen Handelsbeziehung mit der EU vorgestellt hat und zwei Minister zu Beginn der Woche als Reaktion darauf zurückgetreten sind (siehe Kommentar auf Seite 1), wertete das Pfund zwischenzeitlich sprunghaft ab. Kurzfristig wird der Verlauf von der Stabilität der Regierung getrieben werden, sollte die EU auf den Vorschlag eingehen und sich die Wogen wieder glätten, dürfte der Kurs stabil bleiben. Mittelfristig bestimmt ein möglicher Zinsschritt im August den Kurs. Die GBP-bearisher Innenpolitik und der GBP-bullishem Zinsausblick wirken gegenwärtig wie zwei sich stabilisierenden Pole auf den Wechselkurs.

USD/JPY: Der US-Dollar konnte im Wochenvergleich gegenüber dem Yen zulegen (+1,71 %) und liegt gegenwärtig bei 112,40 Yen. Der Kursverlauf in der kurzen Frist wirft im Zusammenhang mit dem Handelskonflikt und dem Safe-Haven-Status des Yen Fragen auf. Erhielt der Yen in den vorherigen Runden des Handelskonflikts (z.B. im Mai) maßgebliche Unterstützung, ist gegenwärtig vielmehr eine allgemeine Fluchtbewegung in US-Dollar zu beobachten. So erreichte der US-Dollar-Index den höchsten Stand seit November 2017. Die Rolle des Yen als sicherer Hafen bröckelt. Denn die japanische Wirtschaft ist mit Exporten von jährlich 129 Mrd. US-Dollar in die USA und 120 Mrd. US-Dollar nach China direkt von der handelspolitischen Eskalation betroffen. Dies spricht für eine fortgesetzte Lockerung der Geldpolitik durch die BoJ. Am Markt werden diese Erkenntnisse gegenwärtig stärker eingepreist, sodass der Yen in der kurzen Frist unter Druck bleiben wird. Die zunehmende Materialisierung des Handelskonflikts macht derzeit den Greenback zum Safe Haven, wenngleich der außenwirtschaftliche und –politische Kurs der USA dem US-Dollar auf längere Sicht eher schaden dürfte.


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