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Die Luft wird dünner: Goldpreis nimmt Verschnaufpause

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Die Luft wird dünner: Goldpreis nimmt Verschnaufpause
Eugen Weinberg (Commerzbank AG, Leiter Rohstoffanalyse, CM Research)

Energie: Auch am Ölmarkt - so mussten die Marktteilnehmer nun feststellen - wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Zumindest hat die psychologisch wichtige Marke von 70 USD je Barrel bei Brentöl gestern nicht gehalten: Der Brentölpreis fiel auf ca. 69 USD je Barrel zurück. In der Tat rechtfertigt das fundamentale Umfeld nicht das hohe Preisniveau. Schließlich ist laut der US-Energiebehörde EIA bereits im nächsten Monat mit einem Anstieg der US-Ölproduktion auf 10 Mio. Barrel pro Tag zu rechnen. Gut 11 Mio. Barrel pro Tag werden Ende nächsten Jahres erwartet. Der neuesten Schätzungen im Drilling Productivity Report zeigen zudem einen rasanten Anstieg der Schieferölproduktion im Februar um 111 Tsd. Barrel auf rekordhohe 6,55 Mio. Barrell pro Tag. Das würde unsere These bestätigen, dass die seit letztem Herbst gestiegenen Ölpreise nun mit Verzögerung Wirkung zeigen und sich der Effekt in den ersten zwei Quartalen dieses Jahres komplett entfalten wird. Hochgerechnet aufs Jahr würde der Anstieg im Februar einen Produktionszuwachs von über 1,3 Mio. Barrel pro Tag implizieren, was deutlich mehr wäre als die 0,7 Mio. Barrel pro Tag die das EIA derzeit für den Jahresverlauf unterstellt. Damit wiederum könnte eine fallende Produktion Venezuealas abgefangen werden. Die OPEC hat somit keinen Spielraum, die Produktion zu erhöhen. Unseres Erachtens ist es für die OPEC daher zu früh, einen vorzeitigen (graduellen) Ausstieg aus dem Kürzungsprogramm zu beschließen, auch wenn es Gerüchten zufolge schon eine Diskussion darüber gibt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1YCE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGSCE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRGCE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Der Goldpreis fällt am Morgen leicht auf 1.335 USD je Feinunze, bleibt aber in Schlagdistanz zum Anfang der Woche verzeichneten 4-Monatshoch. Die leichte Erholung des US-Dollar in der Nacht nimmt Gold etwas Wind aus den Segeln. Die US-Währung war gestern auf handelsgewichteter Basis auf ein 3-Jahrestief gefallen. Der Druck auf den US-Dollar könnte aufgrund des Haushaltsstreits in den USA aber schnell wieder zunehmen. Die Frist für eine Einigung über die Staatsausgaben verstreicht am Freitag. Ansonsten droht eine Schließung von Regierungsbehörden. Möglicherweise könnte auch die sich beschleunigende Korrektur bei Bitcoins dem Goldpreis neue Impulse geben. Der Preis der virtuellen Währung fiel über Nacht bis auf gut 10.000 USD. Vom Hoch im Dezember hat sich der Bitcoinpreis nahezu halbiert. Anleger, die in Bitcoin eine Alternative zu Gold sahen, könnten ihre Meinung daher überdenken und nun wieder verstärkt Gold kaufen. Palladium fiel gestern um knapp 3% und ging unter der Marke von 1.100 USD je Feinunze aus dem Handel. Zu Wochenbeginn hatte Palladium noch ein Rekordhoch bei 1.140 USD verzeichnet. Die zunehmende Volatilität bei Palladium könnte ein Vorbote für eine bevorstehende Korrektur sein. Die rekordhohen spekulativen Netto-Long-Positionen mahnen ebenfalls zur Vorsicht. Da 80% der Palladiumnachfrage von der Automobilindustrie stammt, würden Bremsspuren dort den Palladiumpreis stark belasten. Das hohe Preisniveau könnte den Autoherstellern zudem Anreiz zur Substitution zugunsten von Platin geben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2XCD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: China hat gemäß Daten der Zollbehörde im Dezember wieder etwas mehr Stahl und Stahlprodukte exportiert. Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vormonat um 6% auf 5,67 Mio. Tonnen. Im gesamten letzten Jahr hat China mit 75,6 Mio. Tonnen aber gut 30% weniger Stahl als im Vorjahr exportiert. Dies entsprach dennoch fast der gesamten Produktionsmenge der USA aus 2016, dem weltweit viertgrößten Stahlproduzenten. Die höheren Dezember-Exporte dürften auf die etwas höhere Stahlproduktion zum Jahresende hin zurückzuführen sein. Der Verband der chinesischen Eisen- und Stahlhersteller (CISA) berichtet von einer Erholung der täglichen Stahlproduktion im letzten Dezember-Drittel. Damit sei der seit Mitte November registrierte Produktionsrückgang, der im Wesentlichen behördlich angeordnet war, zumindest vorerst gestoppt worden. Das Nationale Statistikbüro veröffentlicht die offiziellen Daten zur Stahlproduktion morgen. Industriekreisen zufolge machen die Stahlhersteller bei den aktuellen Preisen noch hohe Gewinne, so dass sie weiterhin möglichst viel produzieren. Dies hat zuletzt aber auch zu einem Aufbau von Lagerbeständen in China geführt. In manchen nördlichen und östlichen Regionen Chinas sind die angeordneten Produktionskürzungen mittlerweile ausgelaufen. Diese zählen aber nicht zu den großen stahlproduzierenden Regionen des Landes. Dennoch könnte dies dazu beitragen, dass die Stahlexporte weiter leicht anziehen.

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