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Die Tops und Flops im MDax 2018

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Für den MDax endet das von politischen Krisen sowie Zins- und Konjunktursorgen geplagte Börsenjahr mit einem Minus von 17,61 Prozent. Der Index mittelgroßer Werte muss damit erstmals seit 2011 wieder einen Jahresverlust einstecken - und das, obwohl es bis zum Spätsommer noch recht gut aussah.

Im Jahresverlauf war der MDax im Rahmen einer Neustrukturierung der Dax-Familie vergrößert worden. Statt der ehemals 50 enthält das Kursbarometer der zweiten deutschen Börsenreihe nun 60 Aktien. Die beiden besten Papiere stammen aus dem Medizintechnikbereich - und sind beide erst im Jahresverlauf in den Index aufgenommen worden. Auch der größte Verlierer war neu hinzu gekommen.

Hier die größten MDax-Gewinner und -Verlierer des Jahres 2018 in der Übersicht:

1. Sartorius +36,91% - Bei dem Pharmazulieferer und Laborausrüster lässt der Wandel in der Medizin die Geschäfte brummen. Ein kometenhafter Aufstieg trieb die Aktien im August auf ein Rekordhoch von 160 Euro, bevor sie im Sog des schwachen Marktumfelds unter Druck gerieten. Analysten sehen in der Aktie defensiven Qualitäten angesichts der starken Wachstumsaussichten. Dank der Stärke im Bereich der Bioprozesse macht das eher schwache Laborgeschäft den Anlegern bislang nicht allzu viele Sorgen.

2. Carl Zeiss Meditec +31,96% - Die Aktie des Medizintechnik-Herstellers ist erst nach Weihnachten in den MDax aufgenommen worden und prägte die Gewinnerliste so erst in letzter Minute. Gute Geschäfte in Asien und Amerika trieben die Geschäftsentwicklung zuletzt deutlich an. Lob erntet das Unternehmen unter anderem für seine Augenlaser als wichtiges Standbein und Operationsmikroskope als künftige Wachstumstreiber.

3. Evotec +28,63% - Das Biotech-Papier hat 2018 nach einer Achterbahnfahrt ein letztlich starkes Plus eingefahren. Der Weg für die Aktie war immer wieder von Rückschlägen mit anschließendem Aufbäumen geprägt. Letztlich trugen Meilensteinzahlungen, Forschungsallianzen und die kürzlich nach oben geschraubte Gewinnprognose aber eine deutlich positive Jahresbilanz zum guten Abschneiden bei.

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58. Schaeffler -49,56% - Das schlechte Umfeld in der Autoindustrie als wichtigen Kunden setzte die Aktie von Schaeffler 2018 unter Druck. Der Zulieferer litt dabei unter anderem unter den getrüben Perspektiven am chinesischen Wachstumsmarkt - auch wegen der Sorgen um die Folgen des Handelsstreits. Hinzu kommt der Druck durch den Wandel hin zur Elektromobilität. Im Oktober senkte das Unternehmen die Jahresziele - ein weiterer Nackenschlag für die Aktien, die auf ein Rekordtief absackten.

59. Wacker Chemie -51,23% - Die Aktie des Spezialchemiekonzerns ist in der zweiten Jahreshälfte im Fahrwasser einer Flaute bei Technologie- und Solarwerten unter Druck geraten. Die Nachfrageperspektiven in den Solar-, Chemie-, Auto- und Bauindustrien schürten Sorgen um die Preisaussichten für die wichtigen Produkte Polysilizium und Silikone.

60. Commerzbank -53,75% - Bankenaktien standen 2018 wegen der Italien-Krise allgemein weit oben auf den Verkaufslisten der Anleger, jene der deutschen Institute jedoch ganz besonders. In ihrer Negativspirale verlor die teilverstaatlichte Commerzbank nach 30 Jahren ihren Platz im Dax. Selbst die Fantasie für eine Fusion mit der Deutschen Bank konnte die Stimmung nicht aufhellen. Nur 2016 stand die Aktie nahe der 5-Euro-Marke noch tiefer./tih/mis/ag

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