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Drei Fragen an Bernecker: Ist Wirecard ein Schnäppchen, die Jahresendrallye schon gelaufen und warum schafft der Dax kein neues Allzeithoch?

onvista

Kaum eine Aktie vom deutschen Kurszettel zieht so viel Aufmerksamkeit auf sich wie Wirecard. Einerseits - werden immer wieder Zweifel gegenüber dem Unternehmen gestreut. Andererseits – hat Wirecard gute Chancen für weiteres Wachstum, wenn der elektronische Handel weltweit weiter zulegt.

Drei Fragen an Bernecker: Ist Wirecard ein Schnäppchen, die Jahresendrallye schon gelaufen und warum schafft der Dax kein neues Allzeithoch?

onvista: Herr Bernecker, wie geht der Anleger mit diesem Spagat um?

Wirecard bleibt ein schwieriges Unternehmen und eine schwierige Aktie. Die Nichterteilung eines Testates für die Tochter in Singapur ist ein Schönheitsfehler. Wirecard arbeitet weltweit mit einem Volumen von zurzeit über 2,5 Bio. Transaktionen aller Art. Dies zu kontrollieren, bleibt außerordentlich schwierig. Die Ziele liegen bei einer Versechsfachung des Umsatzes in den kommenden 5 oder 6 Jahren und darin kündigen sich die weiteren Probleme an, die sich in Größenordnungen bewegen, die bisher unbekannt sind. Mit diesen Vorzeichen muss Wirecard-Chef Markus Braun leben, aber auch richtig umgehen. Eine noch bessere Kontrolle ist deshalb nötig, jedoch weder eine große Aufregung noch ein Zweifel an der Qualität des Kerngeschäftes. Wirecard bleibt als Aktie deshalb störanfällig und mithin volatil. Die Bodenbildung der Aktie liegt zwischen 95 bis 105 € als Investment für diejenigen, die über den Tag hinausdenken. Ein Zielkurs von 200 € ist rechenbar, aber nur im Gleichschritt von Umsatz und Gewinn in der genannten Zeit.

onvista: Bekommen die USA und China wirklich einen Phase 1 Deal hin?

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Die Lösung des Zollkonfliktes zwischen den USA und China bleibt ein sehr langer Vorgang über mehrere Jahre und nur in Teillösungen erreichbar. Die Begründung hatte ich schon mehrfach vorgetragen. Die nervösen Kommentare sowohl aus Politik wie Medien sind psychologisch hinzunehmen. Faktisch und praktisch verlieren sie an Schärfe. Der Blick auf die monatlichen tatsächlichen Zahlen im Handelsverkehr der Chinesen sowohl mit den USA wie andererseits mit Europa bleiben die tatsächliche Richtlinie – für Deutschland am besten im ebenfalls monatlichen Ergebnis des Außenhandels ablesbar. Ein Blick auf den Chart des gesamten Außenhandels genügt: Sehr viel Lärm um relativ wenig oder nichts. Eine gelassene Betrachtung tut not.

onvista: Haben wir die Jahresendrally zumindest in den USA schon gesehen?

Sowohl New York als auch die Euromärkte haben eine beeindruckende Rally im Jahresverlauf hingelegt. Rd. 25 % bedürfen nun einer Konsolidierung. Das bedeutet, dass übertriebene und untertriebene Kursbewegungen richtig gestellt werden müssen, worin stets eine Mraktkonsolidierung erkennbar ist. Man kann sie auch technische Korrektur nennen. Dazu gehören markante Reaktionen ebenso wie neue Lichtblicke. Das hängt von den Ergebnissen und noch mehr von den strategischen Entscheidungen der Konzerne bzw. ihrer Führungsmannschaft ab. Mit einem Wort: Die Märkte benötigen eine Denkpause. Erst dann geht es weiter.

onvista: Warum schafft der Dax kein neues Allzeithoch?

Der DAX hat in der Bandbreite 13.200/13.600 eine Höhe erreicht, die ebenfalls der Konsolidierung bedarf. Die Gewinnschätzungen und Aussichten werden von den Analysten sehr unterschiedlich gedeutet. Dazu gehört ebenfalls die Notwendigkeit einer Marktkonsolidierung vor dem besonderen Hintergrund: Der DAX hat zurzeit seine wichtigste Orientierung im Automobilbau. Mit der besonderen Herausforderung, dass der Autobau sich weniger zyklisch als strukturell in einem Umbau befindet, den es in dieser Größenordnung und Breite noch nie gegeben hat. Der einzige Vergleich wäre die Folgen der Ölkrisen ab 1974 und die damals notwendigen Anpassungen des gesamten Autobaus. Ohne eine klare Analyse der Konzernchefs und der nötigen direkten Entscheidungen für jeden Konzern einzeln wird es nicht gehen. Denn Deutschland ist nun mal ein Autoland. Wie differenziert dies angegangen wird, zeigen die jüngsten Chefwechsel bei BMW und Daimler. Der eine schaut nach vorne, der andere in den Rückspiegel. Mithin: Ein Allzeithoch des DAX gibt es erst im kommenden Jahr.

Vielen Dank für die Antworten Herr Bernecker

www.bernecker.info

Foto: Homepage Bernecker

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