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Drei Fragen an Bernecker: Sind die kriselnden Deutschen Banken auch eine Chance, Was für ein Potenzial steckt noch in China und wie sieht es bei den Gold-Aktien aus?

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In unserer heutigen Ausgabe unseres Formats „3 Fragen an Bernecker“ fragen wir den Börsen-Veteran nach seiner Einschätzung zur Situation des europäischen Bankensektors, den Chancen, die China vielleicht noch zu bieten hat und wie die Lage bei den Aktien hinter Gold aussieht.

Drei Fragen an Bernecker: Sind die kriselnden Deutschen Banken auch eine Chance, Was für ein Potenzial steckt noch in China und wie sieht es bei den Gold-Aktien aus?

Frage 1: Die anhaltende Niedrigzinspolitik untergräbt das Geschäftsmodell der europäischen Banken nun schon seit Jahren und drückt massiv auf die Gewinnmargen. Jüngst ist der europäische Bankenindex auf ein mehrjähriges Tief gefallen. Brechen bald alle Dämme, oder gibt es noch ein Schlupfloch für die CoBa, die Deutsche Bank und Co? Und wären die Kurs-Tiefststände aus Ihrer Sicht vielleicht sogar eine Kauf-Chance?

Alle ehemaligen Vorstandsmitglieder der deutschen Bundesbank haben letzthin in mehreren Beiträgen und Interviews die Politik der EZB als erfolglos bezeichnet. Sie kommen zu dem Schluss, dass sie nicht mehr fortzusetzen sei. Was ist dann die neue Variante nach Draghi? Darüber gibt es zurzeit keine schlüssige Erkenntnis.

Das Problem der zwei deutschen Banken, Dt. Bank und Commerzbank, ist anders zu beurteilen. Beide befinden sich in einer Art Sanierung. Die Dt. Bank hat ihren konkreten Plan vorgelegt, der von Fachleuten als umsetzbar gilt. Die Commerzbank hat sich weitgehend stabilisiert.

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Beiden gemeinsam ist: Sie können grundsätzlich billiges Geld einkaufen. Es ist in Deutschland ausreichend vorhanden und betrifft die Passivseite. Unklar ist, was sie im Aktivgeschäft daraus machen oder machen können. Darin liegt die Zukunft beider Banken in einem der bis jetzt erfolgreichsten Industrieländer der Welt, nämlich Deutschland mit dem höchsten Industrieanteil in der Wirtschaftsleistung des Landes, eines der größte Exporteure der Welt und einer Privatklientel, die inzwischen über 6 Bio. € Geldvermögen verfügt.

Ferner eines sehr umfangreichen Mittelstandes, der grundsätzlich kredithungrig ist, weil deutsche Unternehmen viel investieren. Darin liegt die Entscheidung für beide Banken, ohne auf die EZB blicken zu müssen. Es ist also eine Chance, aber sie muss wahrgenommen werden.

Frage 2: Der Handelsstreit setzt die globalen Märkte unter Druck und sorgt bei den Anlegern für Nervosität. Langfristige Investoren betonen jedoch immer noch die Chancen, die jenseits des Konflikts liegen. Jüngst sprach zum Beispiel US-Börsenlegende Ray Dalio von einer „historischen Chance“ in die aufstrebende Supermacht China zu investieren. Sehen Sie trotz der derzeit risikoreichen Lage Chancen im chinesischen Markt und wenn ja, von welchen chinesischen Unternehmen halten Sie besonders viel?

Zwischen USA und China herrscht absoluter Konkurrenzkampf. Da es die zwei größten Volkswirtschaften der Welt sind, sind viele andere direkt und indirekt davon tangiert. Das ist völlig normal und keineswegs zu kritisieren. Schnelle Lösungen gibt es deshalb nicht. Die Chinesen folgen ihrem alten Philosophen Konfuzius mit dem berühmten Spruch: „Wer lange wartet, gewinnt immer.“ Also Geduld haben, um jedes Thema im Einzelnen schrittweise zu lösen. Wer ungeduldig wird, verliert.

Deshalb verlangt China eine sehr langfristige Perspektive, sowohl der Amerikaner als auch der Firmen und natürlich auch der Investoren.  Die andere Seite ist der riesige Nachholbedarf der Chinesen, der nun einmal das größte Volumen ausweist, das sich zurzeit denken lässt. Schnelle Gewinne sind selten.

Frage 3: Gold ist im Moment die Anlage der Stunde, da die Anleger vermehrt in sichere Häfen flüchten. Im Vergleich zum Goldpreis an sich haben die meisten Gold-Aktien aber bisher eher unterdurchschnittlich performt. Kommt da die große Bewegung noch und haben Sie vielleicht ein paar interessante Namen für uns, die einen Blick wert sind?

Gold hat seinen Trend aufgenommen und begann die dritte  Goldrally seit 1972. Die Kriterien dafür folgen anderen Überlegungen der Investoren als üblicherweise gern herumgereicht wird. Gold ist nur teilweise ein Risiko- oder Inflationsausgleich oder auch zinsbedingt zu beurteilen, sondern: Der Marktwert von Gold orientiert sich am Marktwert der alternativen Investments, nämlich Aktie und Anleihe. 163.000 Tonnen Gold gibt es auf der Welt, soweit es statistische Erhebungen gibt. Das noch zu fördernde Gold wird bei etwa 55.000 Tonnen veranschlagt, ebenfalls als Schätzung.

An diesem Verhältnis misst sich die Verfügbarkeit von Gold gegenüber dem anlagesuchenden Kapital, das keine Rendite, sondern einen Wertzuwachs im Auge hat. Davon wird die dritte Goldrally geprägt sein. Die Preisziele werden höher liegen als die bisherigen Spitzen. Das waren 810 $ im Jahr 2000 und 1.920 $ 2011. Das ergibt einen länger laufenden Trend in kleinen Schritten.

www.bernecker.info

Foto: Bernecker

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