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Drohende Crash-Phase! Drei Gründe, warum defensive Dividendenaktien jetzt interessant werden

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Drohende Crash-Phase! Drei Gründe, warum defensive Dividendenaktien jetzt interessant werden

Es scheint, als wären die einfachen Börsenzeiten fürs Erste vorbei. Seit einigen Handelstagen neigen die Märkte vielerorts heftig dazu, zu korrigieren. Besonders den Tech-Bereich hat es teilweise erheblich erwischt, wie mein Foolisher Kollege Marlon erst kürzlich anhand mancher Zahlenspiele aufgezeigt hat.

Wenn du mich fragst, macht es in diesen turbulenten Zeiten vor allem Sinn, wieder vermehrt auf defensive Dividendenaktien zu setzen. Warum? Gute Frage! Denn genau das soll uns im Folgenden beschäftigen.

1) Defensive Klasse stabilisiert

Zuallererst sollte betont werden, dass defensive Aktien schon immer gewissermaßen als Stabilitätsfaktoren herhalten konnten. Eine Eigenschaft, die besonders dann wichtig ist, wenn das Auf und Ab mal wieder heftiger wird.

Defensive Aktien aus Bereichen wie beispielsweise Lebensmittel, Hygiene, teilweise Pharma und Immobilien besitzen in der Regel nämlich einfach vorhersehbare Geschäftsmodelle. Oder anders und vereinfacht ausgedrückt: Gegessen und geputzt wird immer.

Deshalb neigen diese Aktien in der Regel dazu, nicht ganz so stark zu korrigieren wie zyklischere Aktien, da hier das zugrunde liegende Geschäftsmodell krisenresistenter erscheint. Auch wenn selbst der vermeintlich sicherste Hafen während eines Absturzes natürlich ebenfalls in Sippenhaft genommen werden kann.



2) Hohe Qualität zu günstigeren Preisen

Doch genau dieser Sippenhaftungsaspekt ist eigentlich ein gutes Argument für defensive Dividendenaktien in Krisenzeiten: Wenn Märkte insgesamt dazu neigen, zu korrigieren, führt das unweigerlich dazu, dass selbst die zuverlässigsten Aktien (wie beispielsweise interessante Dividendenaristokraten) trotz ihrer defensiven Qualitäten zu günstigeren Preisen gehandelt werden.

Gerade in Hochphasen der Börse neigen viele dieser Qualitätstitel dazu, eine Premiumbewertung zu bekommen. Marktbreite Korrekturen führen dann jedoch letztlich dazu, dass diese Aktien von ihrem teuren Aufschlag befreit werden. Und führen gerade mit einer langfristigen Perspektive dazu, dass es nun hohe und verlässliche Qualität wieder zu ansprechenden Preisen gibt.


3) Eintrudelnde Dividenden beruhigen die Psyche

Ein dritter Grund für defensive Dividendenaktien zielt letztlich auf deine Psyche ab. Vor allem die regelmäßigen Dividenden spielen hierbei eine überaus wichtige Rolle.

Wenn die Aktienkurse nämlich wieder vermehrt in den Keller purzeln, macht sich bei vielen Anlegern Ernüchterung breit. Oder anders ausgedrückt: Es fehlen die Erfolgserlebnisse und ein eher nervöser Investor könnte dazu neigen, in Panik zu verfallen.

Auch wenn das natürlich ein Problem ist, das du als Foolisher Investor noch mal gesondert angehen solltest, können Dividenden dafür sorgen, dass dir das Durchhalten dieser schwierigen Phase etwas leichter fällt.

Regelmäßige Dividenden erinnern einen als Investor nämlich daran, dass das zugrunde liegende Geschäftsmodell des Unternehmens weiterhin intakt ist - was du als Investor daran merkst, dass das Geschäft nach wie vor so viel abwirft, dass Dividenden selbst in turbulenten Zeiten möglich sind.

Das hilft insbesondere Einkommensinvestoren, bei denen ein wesentlicher Teil einer der Investitionsthese auf der Regelmäßigkeit der Dividende fußt. Trotz sinkender Aktienkurse bleibt hier quasi ein wesentlicher Teil der Erfolgsgeschichte intakt.


Defensive Dividendenaktien lohnen in Crash-Zeiten

Wie du daher gesehen hast, können sich defensive Dividendenaktien während eines Börsenabsturzes lohnen. Nicht nur, dass die stabilen und verlässlichen Ausschüttungen und die möglicherweise geringere Volatilität die Psyche beruhigen. Nein, auch neue finanzielle Mittel sind in derartigen Aktien während einer Marktbereinigung gut aufgehoben.

Defensive Qualität gibt es schließlich nicht oft zu ansprechenden Preisen. Wenn es daher möglich ist, sollte man als Anleger nicht zweimal überlegen, direkt zuzugreifen.


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Von Vincent Uhr

Foto: Pushish Images / Shutterstock.com

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