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Entlastung für Reeder soll deutsche Seeleute an Bord bringen

dpa-AFX

Bremerhaven (dpa) - Die sinkende Zahl deutscher Seeleute auf Schiffen könnte Lotsen, Schiffsverwaltungen und andere maritime Betriebe künftig vor Nachwuchsprobleme stellen.

«Das Problem ist, dass die jungen Leute keine Praxiserfahrungen mehr an Bord sammeln können», sagte Prof. Ralf Wandelt, Dekan für Seefahrt an der Jadehochschule im niedersächsischen Elsfleth, der Deutschen Presse-Agentur. Diese seien für viele Berufe aber notwendig.

Seit Beginn der Schifffahrtskrise setzen viele deutsche Reeder verstärkt auf ausländische Nautiker, um Kosten zu sparen. Zu Jahresbeginn sank die Zahl der deutschen Seeleute nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder (VDR) auf etwa 6700 und damit erstmals seit 2008 auf unter 7000. Eine Bundesratsinitiative will die Beschäftigung deutscher Seeleute deshalb wieder attraktiver machen. Demnach sollen die Reeder künftig deren Lohnsteuer komplett einbehalten können.

«Wir halten das für ein geeignetes Instrument, um die Reeder bei den Personalkosten unter deutscher Flagge spürbar zu entlasten und im europäischen Raum konkurrenzfähiger zu machen», sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums. Dieser Vorstoß von den norddeutschen Bundesländern und andere mögliche Entlastungen für die Reeder sollen auch Thema auf der Nationalen Maritimen Konferenz am Montag und Dienstag in Bremerhaven sein.

356 Schiffe fahren nach Angaben des VDR noch unter deutscher Flagge, 195 davon im internationalen Verkehr. Vor allem diese stünden unter Kostendruck und müssten deutsche Seeleute entlassen, sagte ein VDR-Sprecher. Die Gewerkschaft Verdi hält den sogenannten Lohnsteuereinbehalt deshalb für einen richtigen Schritt. «Dieser muss aber mit der Verpflichtung verbunden sein, dass die Reeder tatsächlich deutsche Seeleute einstellen», sagte Verdi-Schifffahrtsexperte Klaus Schroeter.

Auch Seefahrt-Experte Wandelt fordert, die Entlastung an Bedingungen zu knüpfen. Eine davon wäre, dass die Reeder in die Ausbildung junger Seeleute investieren - «selbst dann, wenn sie nicht unmittelbar profitieren».

Position des Verbands Deutscher Reeder

Bundesratsinitiative

Initiative der Küstenländer zu Lohnsteuererleichterungen für deutsche Seeleute

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Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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