EU verlangt von Impfstoff-Lieferant Pfizer Aufklärung über Verzögerungen

Reuters

Brüssel (Reuters) - In manchen EU-Ländern wächst der Unmut über Verzögerungen bei der Lieferung von Corona-Impfstoffen des US-Konzerns Pfizer.

Ein Sprecher der EU-Kommission sagte am Freitag: "Wir werden das Unternehmen um eine Klärung bitten." Kritik an dem Biontech-Partner kommt vor allem aus Italien und Tschechien. Italien droht Pfizer sogar mit juristischen Schritten.

Der amerikanische Pharmariese hatte zuletzt einen Ausbau der Fertigung angekündigt. Dieser Schritt werde die Impfstofflieferungen zunächst verlangsamen, um dann in einigen Wochen eine höhere Produktion zu ermöglichen. Daraufhin hatten sich sechs EU-Staaten bei der Kommission darüber beschwert.

Am Donnerstag hatte der Corona-Beauftragte der italienischen Regierung, Domenico Arcuri, gesagt, dass sein Land kommende Woche 20 Prozent weniger Impfstoff bekommen solle. In der ablaufenden Woche habe die Lücke fast 30 Prozent betragen. Der tschechische Gesundheitsminister Jan Blatny bezifferte den Ausfall für sein Land auf rund 15 Prozent in dieser Woche und auf bis zu 30 Prozent in den kommenden beiden Wochen.

Der Impfstoffvertrag mit der EU ist vertraulich. Jedes Mitgliedsland verhandelt mit Pfizer eigene Liefervereinbarungen. Unklar ist, ob der Konzern verpflichtet ist, bestimmte Mengen auf wöchentlicher oder auf Quartalsbasis zur Verfügung zu stellen.

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