Euro-Zone schrumpft zweites Quartal in Folge - Deutschland als Bremsklotz

Reuters

Brüssel/Berlin (Reuters) - Die Wirtschaft der Euro-Zone ist im ersten Quartal auch wegen der schwachen Konjunktur in Deutschland erneut geschrumpft.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel zwischen Januar und März inmitten der dritten Corona-Welle um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag eine frühere Schnellschätzung bestätigte. Ende 2020 war es sogar um 0,7 Prozent gesunken. Damit hinkt die Euro-Zone den USA weit hinterher: Die weltgrößte Volkswirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten auch wegen rasanter Impffortschritte um 1,6 Prozent.

Maßgeblich zum schwachen Abschneiden beigetragen hat Deutschland. Europas größte Volkswirtschaft schrumpfte in den ersten drei Monaten um überdurchschnittliche 1,7 Prozent, weil im Lockdown der private Konsum deutlich zurückging. Frankreich als zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone schaffte dagegen ein Wachstum von 0,4 Prozent. Italien als Nummer drei meldete ein Minus von 0,4 Prozent.

Trotz des Fehlstarts traut die EU-Kommission der Euro-Zone angesichts der immer mehr in Gang kommenden Impfkampagne einen kräftigen Aufschwung in diesem Jahr zu. In ihrer Frühjahrsprognose erhöhte sie die Schätzung für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf 4,3 Prozent von 3,8 Prozent im Februar. Die mit dem Ausblick verbundenen Risiken fielen in der Abwägung nicht mehr so stark ins Gewicht wie im Winter, betonte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni. "Die Erholung ist nicht länger eine Fata Morgana, sie ist im Gange", fügte der Italiener hinzu. Doch dürfe sie nicht durch verfrühtes Zurückfahren der Konjunkturhilfen gefährdet werden.

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